Wie wird man eigentlich Busfahrerin oder Busfahrer?

Veröffentlicht von am 08.11.2021 (2 Kommentare)
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Der Beruf als Busfahrer ist spannend: So schaffe ich es auf den Fahrersitz

„Lust auf einen Arbeitsplatz mit bester Aussicht auf die Stadt?“ oder auch „Job mit großem Dienstwagen gesucht?“: Solche Sprüche liest man immer mal wieder, wenn nach Busfahrerinnen und Busfahrern gesucht wird. 

Aber: Wenn ich morgen aufwache und unbedingt hinters Steuer eines 18 Meter langen Busses möchte, wie schaffe ich das eigentlich? Was muss ich können, welchen Führerschein brauche ich und wie komme ich dran? Und vor allem: Wie ist eigentlich der Alltag für eine Busfahrerin oder einen Busfahrer? Das lest ihr hier. 

Quereinsteiger willkommen!

Einsteigen bitte – das gilt für Fahrgäste, aber auch für Arbeitssuchende

Direkt nach der Schule in die Ausbildung und ab hinters Steuer eines Linienbusses – das gibt es zwar, ist aber für viele nicht der Weg, den sie eingeschlagen haben. Der Quereinstieg ist häufig – weil der vorherige Job keinen Spaß mehr gemacht hat, vielleicht weggefallen ist oder auch körperlich nicht mehr machbar war. 

Dann stellt sich die Frage: Was möchte ich jetzt machen? Bus fahren? Klar! Alle reden doch von der Mobilitätswende, um das Klima zu schützen soll das eigene Auto häufiger stehen bleiben und mehr Busse fahren. Das geht aber nur mit Menschen hinter dem Steuer. 

Ist die Entscheidung einmal gefallen, geht es darum, den passenden Arbeitsplatz zu finden. Die gute Nachricht: Verkehrsunternehmen, auch wir, suchen Busfahrerinnen und Busfahrer – und wissen auch, dass viele Interessenten nur den Autoführerschein mitbringen, der natürlich für den Bus nicht ausreicht. Bewerben sollten sie sich trotzdem – ganz einfach in unserem Stellenmarkt als Busfahrer/-in (m/w/i)

Wie läuft das mit dem Führerschein?

Der Spiegel bleibt vom Fahrersitz aus immer im Blick

Für Busfahrerinnen und Busfahrer ist nicht nur die Führerschein-Klasse D Pflicht, sondern auch eine Grundqualifizierung und die regelmäßig zu erneuernde Berufskraftfahrerqualifikation sowie der Personenbeförderungsschein. Klingt erstmal nach viel Arbeit, aber immerhin übernimmt man später Verantwortung für 100 oder mehr Fahrgäste im Bus.

Daher geht es zunächst mal darum, wie sich ein so großes Fahrzeug eigentlich fährt. Das unterscheidet sich nämlich deutlich vom Auto: Der Grund dafür ist nicht nur in der Länge zu suchen – ein Gelenkbus misst 18 Meter – sondern auch im Gelenk und dem Nachläufer, der ja auch um die Kurve möchte, ohne anzuecken (und das sogar auch mal rückwärts). Und dann sitzt man auch noch deutlich vor der ersten Achse, die das Fahrzeug ja lenkt… Also jede Menge Änderungen, an die man sich aber schnell gewöhnen kann.

Wie die Ausbildung genau abläuft, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Teilweise übernimmt die Agentur für Arbeit im Rahmen einer Umschulung die Ausbildungskosten. Wenn das nicht geht, suchen wir gemeinsam nach Lösungen. 

Zu unserer Flotte gehören viele Elektrobusse

Einige Monate später, als neue Busfahrerin oder neuer Busfahrer geht es dann zum ersten Mal auf Linie. Das ist ein ziemlich aufregender Moment, weshalb zu Beginn noch eine erfahrener Kollegin oder ein Kollege dabei ist und die Ausbildung quasi offiziell abschließt. Dann hilft alles nichts mehr: Bis dahin müssen alle Linienwege im Kopf sein (denn die Leitstelle anfunken und nach dem Weg fragen, das möchten die meisten dann doch vermeiden…) und auch die energieschonendste Fahrweise für unsere Elektrobusse sollte dann drin sein. 

Einer der Vorteile des Jobs bei uns: Wir stellen unsere Flotte schon seit einigen Jahren auf Elektrobusse um. Das heißt, hier sitzt ihr – egal ob hinter dem Steuer oder als Fahrgast – immer in den modernsten Fahrzeugen.  

Und der Berufsalltag?

Busfahrer ist – auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht so scheint – ein Beruf, der sich gut mit der Familie vereinbaren lässt. Denn zwar fahren wir natürlich im Schichtdienst, unser Wunschdienstplan greift aber so gut, dass die meisten Schichten auch den persönlichen Lieblings-Fahrzeiten entsprechen. Bei 270 Fahrerinnen und Fahrern gibt es zum Glück manche, die fahren gerne früh, spät, nachts, tags oder am liebsten wechselnd.

Übrigens: Dienste tauschen ist auch möglich, wenn mal was dazwischenkommt. Trotzdem ist es wie überall: Etwas Flexibilität ist überall hilfreich; also nicht nur ungeliebte Dienste wegtauschen, sondern auch mal übernehmen. Dann klappt es für alle mit dem Wunschdienst.

Zum Dienststart suche ich mir dann meinen Bus aus der großen Wagenhalle, gehe im Kopf den Linienweg noch einmal durch, mache einen Kontrollgang ums Fahrzeug, kopple die Druckluft ab, die auch den Fahrersitz so bequem federt, und los geht’s. Um zu erleben, was in einer Schicht so alles passiert, bin ich einen ganzen Tag lang mit meinem Kollegen Andreas mitgefahren: Der Tag eines Busfahrers in Münster

2 Kommentare

  1. Zeise Stephanie
    22. November 2021

    Hallo an das Team der Stadtwerke,

    ich bin zzt platt von dem jetzigen Job.
    Da ich gerne Auto fahre und Spaß beim Europcar hatte oder der Umzug mit meinen Töchtern nach Münster im 7,5 Tonner hatte.

    Und ich weiß der Bus Schein + PBS kostet und ich nicht vom Amt lebe und keine Umschulung bekomme.

    Wie kann ich busfahrerin werden ????
    Welche Lösung habt ihr für mich
    Was verdient man bei einer 30 Std/ Wo Stelle

    Würde mich freuen auf eine Lösung

    VG Stephanie Zeise

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