Haltestellennamen: Nur in Münster – die Fundfahrradstation

Veröffentlicht von am 11.09.2018 (Keine Kommentare)
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Über 550 Haltestellennamen gibt es in Münster – und so mancher hat sich sicherlich schon gefragt, was eigentlich der Name „seiner“ Stammhaltestelle bedeutet. In dieser losen Serie erklären wir die Herkunft der Namen und – wenn es sie gibt – weitere Besonderheiten der Haltestelle.

Eine Fundfahrradstation mit eigener Bushaltestelle gibt es wohl nur in Münster. Was das ist, wo die Haltestelle liegt und wie sie früher hieß, erfahrt ihr hier.

Alles zur Haltestelle

An der Fundfahrradstation fährt die 17

Die Haltestelle ist recht unspektakulär: Ein Haltestellenmaste je Seite, ein Blatt Aushangfahrplan. Die Haltestelle liegt am Industrieweg und ist umgeben von Industrie – die Nachbarhaltestellen sind die von zwei der größten lokalen Unternehmen: Westfalen AG und Agravis. Hier hält die Linie 17.

Direkt an der Haltestelle liegt die Fundfahrradstation der Stadt. Bevor ich erkläre, was das ist, habe ich aber noch eine Frage: Wer weiß denn, wie die Haltestelle früher hieß? Die Auflösung gibt es natürlich gleich dazu: Sie hieß „Betriebshof Westfalenbus“. Genau gegenüber nämlich lag bis 2010 der Betriebshof der Westfalenbus, die auf einigen Stadt- und Regionalbuslinien unterwegs ist. Dann ist der Busbetrieb jedoch umgezogen – auf unseren Betriebshof an der Rösnerstraße. 

Das ist die Fundfahrradstation

Das Gebäude ist kunterbunt gestaltet…

Wenn Leezen zum Beispiel irgendwo im Weg stehen – zum Beispiel aufgrund einer Baustelle wie in den letzten Jahren am Hauptbahnhof – müssen sie umgeparkt werden. Aber wohin? Die Lösung heißt: Fundfahrradstation. Über 1.000 Räder warten dort auf ihren Besitzer. Sind sie bei der Polizei registriert, meldet sich die Stadt beim Besitzer. Sonst läuft es andersherum: Der Besitzer sucht sich seine Leeze und kann sie – wenn denn ein Eigentumsnachweis vorhanden ist – mitnehmen. Mit dem Bus hin, mit dem Fahrrad zurück, heißt es dann.

…und es reiht sich Rad an Rad.

Was aber passiert mit Rädern, die nicht abgeholt werden? Ganz einfach: Die gehen nach sechs Monaten in den Besitz der Stadt über und werden versteigert. Denn in der Fundfahrradstation findet regelmäßig eine Fundsachen-Versteigerung statt. Damit kommen nicht nur Räder, sondern auch allgemeine Fundsachen unter den Hammer. Die nächsten Termine stehen auf der Internetseite des Fundbüros. Besonders für Studenten ist die Versteigerung eine beliebte Möglichkeit, günstig an ein verkehrstüchtiges Rad zu kommen.   

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