1.200 Laternen anstupsen…aus Sicherheitsgründen

Veröffentlicht von am 05.10.2016 (Ein Kommentar)
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1.200 Straßenlaternen – wie hier in Albachten – prüfen wir zurzeit auf ihre Standsicherheit.

Rund eine halbe Tonne Gewicht, so viel Kraft wirkt auf eine vier Meter hohe Straßenlaterne bei einem kräftigen Sturm. Damit unsere Lichtmasten gegen Wind und Wetter gewappnet sind, stupsen wir sie mit einem zwei Tonnen schweren Prüfbagger regelmäßig an und simulieren damit den Wind, der die Masten schwanken lässt.

In diesem Herbst besuchen wir rund 1.200 Straßenlaternen in den Stadtteilen Albachten, Amelsbüren, Roxel, Handorf und Wolbeck mit unserem Prüfbagger.

Die Standsicherheitsprüfung in drei Schritten

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Der zwei Tonnen schwere Prüfbagger zieht kräftig an der Laterne.

Laterne ausmessen:

Zuerst messen wir die Laterne aus. Wie hoch steht sie? Hängen Verkehrsschilder am Lichtmast? Aus welchem Material ist der Mast?

Das gibt uns Auskunft darüber, wie viel Laternenfläche im Wind steht und damit der Windbelastung ausgesetzt ist. Das wiederum ist wichtig für den nächsten Schritt.

Laterne anstupsen:

Haben wir die maximale Windlast ermittelt, stupsen wir sie mit 1,5 mal so viel Kraft an. Damit gehen wir auf Nummer sicher, dass die Laterne auch den stärksten Sturm aushält. Wenn der Platz zum Stupsen nicht reicht, kann der Bagger auch an der Laterne ziehen (wie im Bild oben zu sehen)

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Dieses kleine Prüfgerät misst, wie stark der Lichtmast schwankt, wenn wir ihn anstupsen.

Auslenkung messen:

Während wir die Laterne anstupsen oder an ihr ziehen, messen wir mit einem kleinen Prüfgerät, wie fest die Laterne im Fundament steckt und ob das Material des Lichtmastes in Ordnung ist. Ist die Auslenkung klein genug, sind wir zufrieden und ziehen zur nächsten Laterne weiter. Wenn die Laterne zu sehr schwankt, reparieren wir sie sofort.

 

1 Kommentar

  1. Avatar
    Lars
    11. Oktober 2016

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Die Messtechnik ist wirklich ein großes Feld. Die vielen verschiedenen Messgeräte sind mittlerweile so mannigfaltig, dass man fast schon den Überblick verliert.
    Mit besten Grüßen,
    Lars

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