„Positives Signal für den Ausbau der Windenergie“

11.05.2023

Stadtwerke begrüßen Vergleich zur Errichtung einer Windenergieanlage in Lemgo

Im Verfahren der Stadtwerke Münster gegen den Kreis Lippe zur Genehmigung einer Windenergieanlage einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Die Bundeswehr zog ihre Einwände gegen die Planungen des Energieversorgers im Verfahren zurück. Damit kann der Kreis Lippe das Genehmigungsverfahren weiterführen und die Stadtwerke Münster weiter auf einen positiven Bescheid hoffen. „Dieses Ergebnis ist ein positives Signal für den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien“, kommentiert Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk das Urteil. „Es war die richtige Entscheidung, die Ablehnung unseres Genehmigungsantrags gerichtlich überprüfen zu lassen. Die Einigung zeigt, dass sich die Interessen von Landes- und Versorgungssicherheit in Einklang bringen lassen. Das vergangene Jahr hat gezeigt, welchen enormen Stellenwert eine sichere, unabhängige Energieversorgung für die Sicherheit in unserem Land hat.“

Eine Klage der Stadtwerke Münster gegen den Kreis Lippe war dem Vergleich vorangegangen. Die Behörde hatte dem kommunalen Versorger den Bau einer Windenergieanlage verweigert, nachdem die Luftaufsichtsbehörde Einwände gegen den Bau erhoben hatte. Grund für die Ablehnung war ein Sicherheitskorridor für Hubschraubertiefflüge der Bundeswehr, der sich am geplanten Standort der Windenergieanlage befindet. Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet jedoch als Windvorrangzone ausgewiesen. Vier vergleichbare Windenergieanlagen befinden sich bereits in unmittelbarer Nähe, drei davon ebenfalls im Sicherheitskorridor für Hubschraubertiefflüge.

Die Stadtwerke Münster gestalten die Energiewende aktiv mit, indem sie Wind- und Sonnenenergie massiv ausbauen. Bereits heute betreiben sie 21 Windenergieanlagen, weitere sind schwerpunktmäßig im Münsterland in Planung. Bis 2030 sollen alle Privathaushalte der Stadt mit grünem Strom aus eigener Erzeugung versorgt werden.