Unsere Wasserwerke

Wir gewinnen Trinkwasser in Münster für Münster

Drei Viertel des Wasserbedarfs der Stadt Münster werden in den münsterschen Wasserwerken aufbereitet. Das restliche Viertel beziehen wir über die Gelsenwasser AG aus dem Haltener Wasserwerk. Im Gegensatz zu anderen Kommunen, die große Mengen ihres Bedarfs zukaufen, wird der Löwenanteil des hier verbrauchten Wassers auch in Münster gewonnen. Dazu dienen die Wasserwerke, die tagtäglich bestes Trinkwasser für Münster gewinnen.

Bevor das Wasser daheim aus dem Hahn fließt, hat es eine mindestens 50 Tage lange, unterirdische Reise hinter sich gebracht - auf dem Weg durch die unterschiedlichen Erdschichten erfährt das Nass eine erste, vollkommen natürliche Reinigung. Oberflächenwasser, das in Münster dem natürlichen Grundwasser zugegeben wird, ist bereits zuvor mit Aktivkohlefiltern zusätzlich gereinigt worden.

Ab der Entnahme an den großen Brunnenanlagen sind unsere Fachleute am Zug, denn dann geht es um die Aufbereitung. Bei der Trinkwassergewinnung kommt es jederzeit auf perfekte Qualität an: Sicherheit geben permanente, strenge Wasserproben, die die Qualität des Münster-Wassers gewährleisten.

Die Wasserwerke

Wasserwerk Hohe Ward

Das Wasserwerk Hohe Ward ist vielen Münsteranerinnen und Münsteranern ein Begriff, da es sich in einem Naherholungsgebiet im Süden von Münster befindet. 1906 wurde das Wasserwerk in Betrieb genommen und ist als historisches Bauwerk bis heute erhalten geblieben. Auf Wunsch werden hier nach Voranmeldung Gruppenführungen durchgeführt, um einen Einblick hinter denkmalgeschützter Kulisse zu geben, in dem bis heute ein Teil des Münster-Wassers aufbereitet wird. Es wird gerade im Rahmen unserer Wasserwerksumstruktierung modernisiert. 

Sie möchten das Wasserwerk Hohe Ward besichtigen?

Nach Voranmeldung können Sie das Wasserwerk Hohe Ward als Gruppe (10 bis 30 Personen) besichtigen und erfahren, wie wir hinter historischer Fassade Trinkwasser für Münster gewinnen. Bitte melden Sie sich unter wasserwerk.sehen(at)stadtwerke-muenster.de oder 0251.694-3676.

Bitte beachten Sie, dass das Wasserwerk rund 30 Minuten Spaziergang von den Parkplätzen am Hiltruper See entfernt liegt. Die direkte Anfahrt mit dem Auto ist aufgrund von Wasserschutzbestimmungen nicht möglich.

Wasserwerk Hornheide

Seit 1973 gewinnen wir im Stadtteil Handorf Trinkwasser für Münster. Das Wasserwerk besitzt Grundwasserfassungen in der Hornheide, in der Haskenau und in Gittrup. Es ist das größte der münsterschen Wasserwerke. 

Den Standort Hornheide bauen wir zurzeit aus, sodass von hier aus ab 2028 die meisten Menschen in Münster ihr Trinkwasser beziehen.adtwerke Münster am Wasserwerk Hornheide ein Bildungszentrum als außerschulischen Lernort, das 2025 eröffnet wird. Hier soll das Thema Trinkwasser für Kinder und Jugendliche, aber auch für andere interessierte Gruppen nach Anmeldung anschaulich vermittelt und mit allen Sinnen erlebbar gemacht werden.

Wasserwerk Geist

Mit Beginn der zentralen Wasserversorgung 1880 in Münster wurde die erste Pumpstation errichtet, um zentral Grundwasser zu fördern. Aus dieser Zeit stammt unser ältestes Wasserwerk, das 1888 in Betrieb genommen wurde und wo wir bis heute Trinkwasser gewinnen.

Sobald die erweiterten Wasserwerke Hornheide und Hohe Ward modernisiert, erweitert und im Einsatz sind, wird das Wasserwerk Geist stillgelegt. Damit die Keller in den umliegenden Wohngebieten trocken bleiben, fördern wir weiterhin Grundwasser. Ziel ist es, diesen sogenannten Grundwassererhaltungsbetrieb möglichst nachhaltig zu gestalten. So soll das geförderte Wasser energetisch und zum Teil als Brauchwasser genutzt werden.

Wasserwerk Kinderhaus

In Kinderhaus ist unser kleinstes Wasserwerk. 1957 erfolgte die Inbetriebnahme und damit die Erschließung der Wasservorkommen in Kinderhaus. Sobald die Wasserwerke Hornheide und Hohe Ward modernisiert, erweitert und im Betrieb sind, wird auch dieses Wasserwerk stillgelegt.

Wie wir Münsters Trinkwasser zukunftsfest machen

Umbau unserer Trinkwasserversorgung

Damit wir Münster auch weiterhin zuverlässig mit Trinkwasser versorgen und dem steigenden Trinkwasserbedarf nachkommen können, bauen wir zurzeit die heute schon bedeutsameren Werke Hornheide und Hohe Ward aus. Sobald die Umstrukturierung abgeschlossen ist und alle Prozesse eingespielt sind, werden wir die beiden kleinen innerstädtischen Wasserwerke Kinderhaus und Geist stilllegen. Beide Wasserwerke sind stark sanierungsbedürftig. Außerdem können die Fördermengen dort nicht ausreichend gesteigert werden.

Mehr Trinkwasser aus weniger Wasserwerken? Das klingt zunächst paradox. Doch bereits heute liefern die Wasserwerke Kinderhaus und Geist weniger als 10 Prozent des hiesigen Trinkwasserbedarfs. Um die Versorgungssicherheit und die hohe Wasserqualität auch künftig gewährleisten zu können, geht der Umbau der Wasserwerksstruktur mit einer Ausweitung unserer bewährten Verfahren sowie einer Modernisierung unserer Anlagen zur Wasseraufbereitung einher.