Kurz-Geschichte: Münsters schönstes Wasserwerk
In 125 Jahren Unternehmensgeschichte haben wir viele Spuren in Münster hinterlassen. Eine der schönsten davon wurde 1906 eröffnet und steht im Stadtteil Hiltrup: das Wasserwerk Hohe Ward. Bis heute sichert es die Trinkwasserversorgung in Münster.
Bau in Hiltrup
Gebaut wurde das Wasserwerk als Ergänzung zu den bestehenden Pumpwerken an der damaligen Mecklenbecker Straße und in der Vennheide. Eine Besonderheit war, dass das Wasserwerk in der damals noch eigenständigen Gemeinde Hiltrup gebaut wurde.
Zudem fällt das Gebäude durch seine außergewöhnliche Gestaltung im Jugendstil auf. Damals lag es direkt an der Straße zwischen Münster und Sendenhorst, so dass viele Menschen den zwölfeckigen Bau bestaunen konnten.
Heute ist die Hohe Ward nicht nur wichtig für die Trinkwassergewinnung, sondern auch ein Naherholungsgebiet für Menschen der Umgebung.
Während das Gebäude von außen bis heute kaum verändert worden ist, haben die Stadtwerke die Technik hinter den dicken Mauern immer auf dem neusten Stand gehalten.
1919 wurde eine Technik in der Hohen Ward eingeführt, die sich bis heute bewährt hat: die Grundwasseranreicherung. Vorgereinigtes Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal wurde in große Becken gepumpt und dort als „künstlicher Regen“ versickert. Der Kiessandboden der Hohen Ward reinigt das Wasser weiter, so dass es zu Grundwasser wird und später von den Brunnen gefördert werden kann.
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