Die Entstehung der Stadtwerke Münster
Zu ihrer Gründung 1901, vor 125 Jahren, hießen die Stadtwerke noch nicht Stadtwerke. Sie waren aber bereits verantwortlich für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Münster mit Strom, Erdgas und Trinkwasser aus einer Hand. Das spiegelt der erste Name des Unternehmens wider: „Städtische Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke“.
Anlass der Zusammenlegung der schon länger bestehenden Gas- und Wasserwerke war die Gründung des ersten E-Werks für Münster, das 1901 in Betrieb ging.
Ohne es zu ahnen hat der Magistrat der Stadt (vergleichbar mit dem heutigen Stadtrat) damit die 125-jährige Geschichte der Stadtwerke in Gang gesetzt.
Die ersten öffentlichen Energieversorgungsbetriebe in Münster – quasi die Eltern der späteren Stadtwerke – waren das Gaswerk, das 1853 errichtet wurde, und das Wasserwerk von 1880. Mit dem Elektrizitätswerk – dessen Hauptzweck die Versorgung der Straßenbahn mit Strom war – war das Trio komplett. Schon damals hat Münster übrigens kräftig in seine Energieversorgung investiert. 1,56 Mio. Mark wurden für den Bau des E-Werks veranschlagt.
Zu ihrer Gründung waren die Stadtwerke also ein reines Energie-Unternehmen. Das jedoch hat sich schnell geändert. Schon 1909 ist auch der bislang privat betriebene Nahverkehr unter das Dach des städtischen Unternehmens geholt worden. Mit der Straßenbahn wurde der Name abermals angepasst, in die „Städtische Betriebsverwaltung“. 1941 wurde das Unternehmen, das bislang noch vom Magistrat verwaltet wurde, in einen städtischen Eigenbetrieb umgewandelt. Dabei änderte sich der Name erneut, es war die Geburtsstunde der „Stadtwerke Münster (Westf.)“.
Das Portfolio von 1909 hingegen – also Strom, Gas, Wasser und Nahverkehr – bieten die heutigen Stadtwerke für die Menschen in Münster weiterhin an. Natürlich hat sich das Leistungsspektrum der Stadtwerke über die Jahre verändert. Es ist etwas hinzubekommen, zum Beispiel die Fernwärme oder die Telekommunikation über Glasfaser. Auch den Hafenbetrieb haben die Stadtwerke übernommen. Andere Bereiche, zum Beispiel die Schwimmbäder, haben sie nur für einige Zeit betrieben und später wieder abgegeben. Zum Beispiel Mit dem Bau des Preußenstadions schaffen sie heute Infrastruktur auch über ihre klassischen Versorgungsbereiche hinaus.
Fest steht: Die Stadtwerke blicken auf 125 bewegte Jahre zurück. In unserem Jubiläumsjahr wollen wir regelmäßig darüber berichten. Über das, was war, was ist und was noch kommen wird.
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