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Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft

Wir kooperieren mit den Landwirtinnen und Landwirte in unseren Wasserschutzgebieten. Davon profitieren alle: Flächen können effizient von der Landwirtschaft genutzt werden, und Dünger oder Pflanzenschutzmittel kommen gar nicht erst in die Gewässer.

Das erklärte Ziel des kooperativen Gewässerschutzes ist eine bedarfsorientierte Anwendung bzw. praxisnahe Reduzierung wassergefährdender Stoffe im Rahmen landwirtschaftlicher Tätigkeiten. Um dieses Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können, erarbeitet ein im engen Austauschmit den Stadtnetzen stehender Gewässerschutzberater gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten individuelle Lösungsstrategien für standort- und/oder betriebsbezogene Probleme. Zielführende Maßnahmen werden dabei entsprechend eines mit den Mitgliedern abgestimmten Förder- und Maßnahmenkatalogs finanziell gefördert.

Die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft

Um die Gewässer zu schützen, arbeiten viele Landwirtinnen und Landwirte in den Wasserschutzgebieten mit den Stadtwerken Münster und der Landwirtschaftskammer zusammen. Beim kooperativen Gewässerschutz entwickeln Landwirte und Stadtwerke gemeinsam Maßnahmen, die Einträge reduzieren oder ganz vermeiden. So gelangen zum Beispiel Dünger oder Pflanzenschutzmittel gar nicht erst in die Gewässer, was auch das gesamte Ökosystem schont.

Dabei ist Gewässerschutz auch Klimaschutz, denn weil weder Flaschen, Verpackungen oder lange Transportwege anfallen, hat Trinkwasser gegenüber Mineralwasser einen sehr niedrigen CO2-Fußabdruck. So trägt Gewässerschutz auch zur Sicherung des klimafreundlichen Lebensmittels Trinkwasser und damit zum Klimaschutz bei.

Sichtbare Erfolge: Nitratgehalt im Grundwasser

Die Kooperation in Münster besteht seit über 25 Jahren und entwickelt sich durch neue Erkenntnisse stetig fort. In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Land- und die Wasserwirtschaft deutlich gestiegen. Gerade die Nitratgehalte im Grundwasser stellen eine Herausforderung dar. Durch die Unterstützung der Kooperationsmitglieder konnten viele sichtbare Erfolge im Gewässerschutz verzeichnet werden.

Die Untersuchungen von Grundwasser-Messstellen im Kooperationsgebiet zeigen, dass die Zusammenarbeit einen positiven Einfluss auf die Gewässergüte hat. Dies ermutigt uns, bestehende und kommende Herausforderungen weiterhin aktiv gemeinsam anzugehen und zu meistern.

Beratung, Förderung, Prämierung

Stadtwerke und die in der Landwirtschaft Beschäftigten erstellen gemeinsam einen Förderkatalog mit bestimmten Maßnahmen zum Schutz der Gewässer vor negativen Einflüssen. Darin enthalten sind:

  • Beratungen durch einen Gewässerschutzberater

  • Finanzielle Förderung für gewässerschützende Maßnahmen und Techniken

  • Prämien für gute Resultate wie etwa niedrige Nitratgehalte in entnommenen Bodenproben.

Der vorsorgliche Gewässerschutz ist somit nicht nur nachhaltig, sondern er rechnet sich auch finanziell – sowohl für den Wasserversorger, die Kundinnen und Kunden als auch für die Landwirtinnen und Landwirte. Eine Win-Win-Situation also!

Kontakt zur Kooperation

Die Kooperation ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landwirtschaftskammer Münster und den Stadtwerken Münster mit den vielen Landwirtinnen und Landwirten in den Wasserschutzgebieten. Alle, die in den Wasserschutzgebieten Landwirtschaft betreiben, können an der Kooperation teilnehmen und so einerseits von den Leistungen der Kooperation profitieren und sich gleichzeitig für nachhaltigen Gewässerschutz einsetzen.

Sie haben Fragen zur Kooperation? Wenden Sie sich an folgende Ansprechpartner_innen:

Landwirtschaftskammer Münster
Hermann Serries
Waldenburger Straße 6
48231 Warendorf

Tel. 02581.6379-57 
hermann.serries(at)lwk.nrw.de

Stadtwerke Münster
Wiebke Hengelbrock
Hafenplatz 1
48155 Münster

Tel. 0251.694-3663
wasserwirtschaft@stadtnetze-muenster.de