Wärmeversorgung in Amelsbüren

Grüne Nahwärme im Süden Münsters

Ein Mann liegt entspannt im Gras in einem Park und genießt die Sonne.

Wir bauen das grüne Nahwärmeversorgungsnetz in Amelsbüren aus. Unsere Nahwärme im Arealnetz wird aktuell mit zwei Biomethan-Blockheizkraftwerken vor Ort erzeugt. Von dort gelangt die Wärme bequem und sicher über Rohrleitungen direkt zu Ihnen nach Hause.

Was ist Nahwärme und wo liegt der Unterschied zur Fernwärme?

Im Prinzip handelt es sich bei Nahwärme und Fernwärme um die gleiche Technik. Beide Systeme nutzen zentrale Heizwerke und verteilen die Wärme über Wärmeleitungen in die verschiedenen Gebäude. Der Unterschied liegt jedoch in ihrer Reichweite. Nahwärme versorgt kleinere Gebiete, wie Stadtteile, mit Wärme aus einem zentralen Heizwerk über kurze Rohrleitungen. Fernwärme hingegen beliefert größere Entfernungen, oft mehrere Stadtteile oder auch ganze Städte.

Vorteile von Nahwärme

Abbildung: CO2 Kompensation

Klimafreundlich

Unsere Nahwärme trägt aktiv zum Klimaschutz bei.

Abbildung: Thermometer

Energieeffizient

Hohe Effizienz des Wärmeerbrauchs durch moderne Technik.

Abbildung: Vorhängeschloss

Sicher

Zuverlässige Wärmeversorgung durch lokale Erzeugung.

Abbildung: Lächelndes Gesicht

Komfortabel

Bequeme Wärmeversorgung ohne eigene Heizungsanlage.

Abbildung: Münster-Liebe

Lokal

Die Wärme wird direkt vor Ort erzeugt.

Abbildung: Euro

Preiswert

Genießen Sie eine kosteneffiziente Wärmeversorgung.

Ausbaugebiet

Das Nahwärmegebiet Amelsbüren

Wie entwickelt sich der erneuerbare Anteil im Nahwärmegebiet Amelsbüren?

Wir planen, die bestehende Nahwärmeversorgung auszubauen und die Blockheizkraftwerke sukzessive zu erneuern. Die bestehende Bundesförderung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz für das erste Biomethan-Blockheizkraftwerk läuft Ende 2025 aus, während die Förderung für das zweite Blockheizkraftwerk Ende 2026 endet. Dadurch wir der Anteil erneuerbare Wärme im Jahr 2026 auf etwa 66 % sinken.

Im Jahr 2027 wird der grüne Anteil planmäßig auf etwa 50 % sinken, da die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Förderung des zweiten Blockheizkraftwerks ausläuft. Nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetz wird der erneuerbare Anteil ab 2027 jedoch wieder auf 100 % durch den Zubau weiterer erneuerbarer Wärmeerzeuger gesteigert. Für Fördermittel ist in der Regel der Primärenergiefaktor entscheidend.

Wie entwickelt sich der Primärenergiefaktor in Amelsbüren?

Es ist vorgesehen die Nahwärme auf eine lokale und 100% erneuerbare Wärmeversorgung umzustellen. Durch die Umstellung wird der Primärenergiefaktor von aktuell 0,21 auf voraussichtlich 0,24 steigen. Im Vergleich zur Luft-Wasserwärmepumpe (0,4 bis 0,5) und einer Gastherme (1,1) steht der Primärenergiefaktor im Nahwärmegebiet Amelsbüren deutlich besser dar.

Preise

Preise gültig ab 01.01.2025

Brutto 

Arbeitspreis

12,641ct/kWh

CO2-Emissionspreis 

0,000 ct/kWh

Jahresgrundpreis bis 10 kW 

485,52 €/Jahr

jedes weitere kW 

48,55 €/Jahr

Verrechnungspreis für Zähler (Qn = bis 0,75 m3/h)  

152,61 €/Jahr

Hausanschluss

Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Heizungsgröße von 10 Kilowatt betragen die Anschlusskosten beispielsweise etwa 7.800 Euro (Preisstand: 01.01.2025). Darin enthalten sind neben den Kosten für das Legen des Hausanschlusses auch ein Baukostenzuschuss für den Weg von der Fernwärme-Leitung zum Hausanschluss sowie die Gebühr für die Inbetriebsetzung.

Beim Baukostenzuschuss handelt es sich um eine einmalige Zahlung für den Ausbau des allgemeinen Wärmenetzes, die im Rahmen der Anschlusserstellung an den Netzbetreiber zu entrichten ist.

Die Hausanschlusskosten sind direkte Kosten zur Realisierung des Hausanschlusses durch beispielsweise Tiefbauarbeiten zwischen dem Hauptrohr des Wärmenetzes und dem Heizungsraum im Gebäude.

BKZ (Baukostenzuschuss)

pauschal 10 KW

950 €

HAK (Hausanschlusskosten)

bis 5 m

6.850 €

Summe (brutto)

 

 7.800 €

 

Die Kompaktstation und ihre Installation

Damit Ihr Haus oder Ihre Wohnung mit der Nahwärme aus dem Nahwärme-Netz geheizt werden kann, brauchen Sie eine Kompaktstation - auch Wärmeübergabestation genannt. Der Einbau der Station und die Inbetriebnahme des Anschlusses darf nur durch ein dafür zertifiziertes Installationsunternehmen erfolgen. Die eingetragenen Firmen in Münster und Umgebung finden Sie im Installateur-Verzeichnis.

Das Unternehmen baut bei Ihnen nicht nur die Kompaktstation ein: Zum System gehören auch ein

  • Warmwasserspeicher,
  • eine Nachspeiseeinrichtung,
  • ein Ausdehnungsgefäß
  • sowie Ventile.

Außerdem übernehmen die Installateur_innen die Demontage der Altanlage und erklären Ihnen genau, wie Sie Ihre neue Kompaktstation in Zukunft bedienen.

Häufige Fragen

Die Stadtnetze Münster GmbH betreibt in Münster Fern-/Nahwärmenetze. Die Verteilung der Fernwärme wird durch drei verschiedene Netzarten (Primärnetz, Sekundärnetz, Nahwärmenetze) gewährleistet.

Das Fernwärmenetz mit einer Länge rund 130 km, welches durch das stadtwerkseigene Heizkraftwerk am Hafen gespeist wird, versorgt mit dem Primär- und den sechs Sekundärkreisläufen Teile von Münster mit Wärme für Raumheizung und Warmwasser.

Die dem Primärnetz nachgeschalteten Sekundärnetze versorgen Teilflächen in Gievenbeck, Gremmendorf und Mecklenbeck, sowie in begrenzten Gebieten der Gartenstraße, Stollbergstraße und Weißenburgstraße. Diese sind aus hydraulischen Gründen notwendig und werden lediglich, wie auch die Nahwärmenetze, mit geringeren Temperaturen und Drücken gefahren.

Zusätzlich werden durch jeweils separate Nahwärmenetze mit insgesamt 15,3 km drei Wohngebiete in den äußeren Stadtteilen Roxel-Nord, Albachten und Amelsbüren mittels der Wärme aus stadtwerkseigenen Blockheizkraftwerken versorgt.

Wenn ein Fernwärme - oder Nahwärmenetz bei Ihnen vor der Haustür liegt, kann der Hausanschluss von Altbauten jederzeit auf Fern- oder Nahwärme nachgerüstet werden.

Die kompakte und damit platzsparende Hausstation besteht aus einem Wärmetauscher und einem Wärmemengenzähler. Die ankommende Wärme, die über eine Bohrung im Mauerwerk (Vorlauf) aus den Rohrleitungen des Fernwärmelieferanten an die Hausstation übergeben wird, wird hierin an die Bedingungen des Heizkreislaufs anpasst. Der Zähler erfasst dabei genau die Wärmemenge, die in die Anlage fließt. Über die Hausstation wird dann das Wasser aus dem Heizungsrücklauf wieder an das Versorgernetz abgegeben, wofür eine zweite Bohrung im Mauerwerk (Rücklauf) nötig ist.

Die Hausanschlussstation zur Wärmeübergabe im Haus besteht hauptsächlich aus einem Wärmetauscher. Meist werden Kompaktgeräte eingebaut, die alle Elemente außer dem Warmwasserspeicher enthalten. Sie benötigen nur wenig Platz. Ein Heizkessel sowie ein Schornstein entfallen bei Fernwärme.

Fern/- Nahwärme steht das ganze Jahr ohne Ausnahme zur Verfügung und hat im Vergleich zu anderen Energieträgern eine hohe Versorgungssicherheit. Aufgrund der gut ausgebauten und überwachten Wärmenetzen ist die Versorgung auch in sehr langen kalten Winter gewährleistet. Auch Störungen oder Unregelmäßigkeiten werden früh erkannt und sofort behoben, sodass es zu keinen Ausfällen kommt.

Die Anschlussleistung (Einheit kW) entspricht der maximalen Wärmeleistung einer Fernwärmestation im Haus. Sie setzt sich aus dem Volumen des Wasserstroms und der Diskrepanz von Vor- und Rücklauftemperatur am kältesten Tag, der in der Region zu erwarten ist.

Die Laufzeit der Verträge beträgt höchstens fünf Jahre (momentan bis zum 30.06.2026). Wird der Vertrag nicht von einer der beiden Seiten mit einer Frist von neun Monaten vor Ablauf der Vertragsdauer gekündigt, so gilt eine Verlängerung um jeweils weitere fünf Jahre.

Der Primärenergiefaktor bezieht auch den Energiebedarf zur Förderung, Aufbereitung und Verteilung des Energieträgers mit ein. In Deutschland bestimmt das Gebäude-Energie-Gesetz, wie hoch der Primärenergieverbrauch eines Gebäudes pro Jahr sein darf. Die Münsteraner Wärmeversorgung hat günstige Primärenergiefaktor erhalten. Grundsätzlich gilt: Umso geringer der Primärenergiefaktor, desto weniger Wärmeschutz-Anforderungen müssen bei der Gebäudehülle umgesetzt werden, um die gesetzlichen Vorgaben zu erreichen.

Fern/- Nahwärme ist auf jeden Fall konkurrenzfähig gegenüber anderen Heizsystemen. Die einmaligen Investitionskosten für den Hausanschluss inkl. Übergabestation sind erheblich geringer als beispielsweise die einer Wärmepumpe. Auch die geringen Betriebskosten (u.a. Wartung, keine Schornsteinfegergebühren etc.) sprechen für Fern/- Nahwärme. Lediglich die Verbrauchskosten sind ein bisschen höher als beispielsweise bei Erdgas und einer Wärmepumpe.

Die jährlichen Gesamtkosten setzen sich aus dem Grundpreis, dem Messpreis für den Zähler und dem Arbeitspreis für die dem Netz entnommene Wärme zusammen. Im Fall eines Einfamilienhaus mit Mindestanschlussleistung von 10 kW (Jahresverbrauch: 7.500 kWh) ergeben sich Jahreskosten in Höhe von 1.586,21 Euro. Das sind 132,18 Euro monatlich für warmes Wasser und Heizung.

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