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Gemeinsam für den Gewässerschutz (v. l.): Landwirt Georg Schulze Dieckhoff, Kooperationsberater Hermann Serries von der Landwirtschaftskammer NRW; Wiebke Hengelbrock vom Team Wasserwirtschaft/Trinkwasserschutz bei den Stadtwerken Münster und Jan Geiger vom Hersteller Geiger agri solutions.

15.03.2023

Gemeinsam für Gewässerschutz

Die Stadtwerke Münster entwickeln neue Fördermaßnahme für die Landwirtschaft

Die Winter zu nass, die Wachstumsperioden zu trocken – solche Bedingungen kennt Landwirt Georg Schulze Dieckhoff aus Münster-Kinderhaus aus den vergangenen Jahren nur zu gut. „Der Klimawandel ist ein großes Problem für die Landwirtschaft. Uns fehlt in Trockenzeiten schlicht das Wasser, damit die Pflanzen gut gedeihen“, sagt er. Umso mehr überzeugte ihn ein neues System, auf das er aufmerksam geworden war: ein Regelungsschacht, mit dem sich die Niederschläge im Drainagesystem des Ackers stauen lassen. Die Vorteile: Das Wasser fließt nicht ab, es wird im Feld gehalten und steht in Trockenphasen länger der angebauten Kultur zur Verfügung.

Weil sich dadurch unter anderem auch die Auswaschung von Düngemitteln reduziert und das System so zum Gewässerschutz beiträgt, schlug er das System auch der Kooperation Landwirtschaft-Wasserwirtschaft als Fördermaßnahme vor, einer Initiative der Stadtwerke Münster und der Landwirtschaftskammer NRW. Seit kurzem können Landwirtinnen und -wirte nun die Förderung beantragen, wenn sie innerhalb eines Wasserschutzgebietes Flächen bewirtschaften. Sie erhalten bis zu 90 Prozent der Kosten erstattet für die Anschaffung und den Einbau.

Win-Win-Situation für Landwirtschaft und Gewässerschutz

„Die neue Fördermaßnahme ist ein schönes Beispiel dafür, wie durch unsere Kooperation alle Seiten profitieren: wir als Wasserversorger von einem verbesserten Gewässerschutz und die Landwirte von einer kostengünstigen Möglichkeit, gezielt und nach Bedürfnis Wasser unter ihren Flächen zurückhalten zu können“, betont Dominik Pollok, Leiter der Wasserwerke bei den Stadtwerken Münster. Das sieht auch Landwirt Georg Schulze Dieckhoff so, der sich seit Jahrzehnten in der Kooperation engagiert. „Viele meiner Flächen liegen im Wasserschutzgebiet, da trage ich eine besondere Verantwortung“, sagt er. Gleichzeitig biete die neue Fördermaßnahme der Landwirtschaft eine Möglichkeit, Felder in Zeiten des Klimawandels effizient und gleichzeitig ressourcenschonend zu bewirtschaften. Die Kooperation sieht er als Chance, innovative Methoden und Techniken früh kennenzulernen und kostengünstig anzuschaffen.

Weil der Gewässerschutz in den Trinkwasserschutzgebieten essenziell ist, tauscht sich Wiebke Hengelbrock vom Team Wasserwirtschaft/Trinkwasserschutz bei den Stadtwerken Münster regelmäßig mit den dort wirtschaftenden Landwirtinnen und -wirten aus. Gemeinsam mit Kooperationsberater Hermann Serries von der Landwirtschaftskammer hilft sie ihnen, Lösungen für eine gewässerschonende Landwirtschaft zu finden. „Ob die finanzielle Unterstützung bei der Einrichtung sicherer Waschplätze für Pflanzenschutzspritzen, der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz oder das neue Stauelement: Dank der Fördermaßnahmen innerhalb der Kooperation lassen sich eine effiziente Landwirtschaft und die Sicherung der Trinkwasserressourcen in Münster problemlos vereinbaren“, erklärt Wiebke Hengelbrock.

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