02.11.2026
Stadtwerke suchen nach Erdwärme an der Kötterstraße
Bohrungen für Kaltes Nahwärmenetz in Handorf-Kirschgarten sind abgeschlossen
Am Mittwoch (4. November) beginnen die Stadtwerke Münster an der Kötterstraße in Handorf mit einer Erkundungsbohrung nach oberflächennaher Erdwärme. Wie bereits im nahe gelegenen Neubaugebiet Kirschgarten könnten auch die zukünftigen Neubauten an der Kötterstraße über ein so genanntes „kaltes Nahwärmenetz“ mit Wärme und Kälte versorgt werden. Mit der Erkundungsbohrung in 300 Meter Tiefe wollen die Stadtwerke mehr über die vorzufindenden Temperaturen und Bodenbeschaffenheit herausfinden. Dieses Wissen ist zentral für die Planung des späteren Versorgungsnetzes. Die Arbeiten der rund zehn Meter hohen Bohranlage an der Kötterstraße werden voraussichtlich zwei Tage dauern.
Wenige hundert Meter entfernt hat die beauftragte Firma die Bohrungen für das kalte Nahwärmenetz im Neubaugebiet Kirschgarten abgeschlossen. Dort wurden drei Erdsondenfelder mit insgesamt 39 Bohrungen angelegt. Die Erdsonden in 250 Metern nehmen die Wärme des Untergrunds auf und leiten sie über Rohrleitungen an die angeschlossenen Gebäude weiter. Dort heben Sole-Wasser-Wärmepumpen die ankommende Temperatur auf angenehme Heiztemperaturen an. An heißen Tagen kann das Nahwärmenetz für passive Kühlung sorgen und die Innentemperaturen senken. An der Kötterstraße wird 50 Meter tiefer gebohrt als in Kirschgarten. Dadurch sollen höhere Ausgangstemperaturen erreicht werden, die die Effizienz im späteren Betrieb erhöhen.
Kalte Nahwärme ist ein Baustein für die Wärmewende in Münster. Ein solches System kommt ohne fossile Brennstoffe aus und nutzt die lokal verfügbare Erdwärme vor Ort. Auch das Neubaugebiet in Albachten-Ost wird über ein kaltes Nahwärmenetz versorgt.
Downloads
Sie haben Fragen?
Bei allen Fragen rund um Pressemitteilungen bei den Stadtwerken und Stadtnetzen sind wir da.
Lisa Schmees
Pressesprecherin (Schwerpunkt Energie, Baustellen und Netzthemen)