Karriere mit Mut zur Veränderung
Team Münster – Mein Job. Meine Story.
Wir feiern in diesem Jahr 125-jähriges Jubiläum bei den Stadtwerken, Timo hat das Unternehmen davon sage und schreibe 27 Jahre mitgestaltet. Er schaut auf eine beeindruckende und vor allem vielfältige Karriere zurück, wie sie selten vorkommt.
Du hast eine sehr ungewöhnliche Karriere durchlaufen – vom Binnenschiffer bis hin zur Abteilungsleitung bei den Stadtwerken. Magst Du uns erzählen, wie Dein beruflicher Weg hier begonnen hat?
Mein Arbeitsleben fing in der Binnenschifffahrt an, hier bin ich in die Fußstapfen meines Vaters getreten, der sein eigenes Schiff bewirtschaftete und Kohle aus dem Ruhrgebiet nach Münster und Berlin fuhr. Daher kenne ich die Stadtwerke noch gut aus dieser Zeit, weil wir das Kraftwerk mit Kohle beliefert haben.
Mit Anfang Zwanzig bin ich zur Bundeswehr gegangen und habe mich dort für 4 Jahre verpflichtet. Im Anschluss war der Plan, den Betrieb meines Vaters zu übernehmen und die Schifffahrt zu meinem Beruf zu machen.
Meine Frau und ich hatten aber einen Kinderwunsch, daher habe ich mich schweren Herzens von der Schifffahrt getrennt, damit ich mehr zu Hause und bei der Familie sein und unterstützen kann.
Durch meine Zeit bei der Bundeswehr hatte ich bereits meinen Busführerschein und habe den Einstieg bei den Stadtwerken 1999 als Busfahrer gefunden. Im Mobilitätsbereich durfte ich dann einige Stationen durchlaufen: Lehrfahrer, Fahrscheinkontrolleur, Mitarbeiter in der Leitstelle, Verkehrsmeister, Kunden- und Beschwerdemanagement, Telematik. Anschließend kamen weitere Stationen mit Führungsverantwortung zum Beispiel im Wissens- und Qualitätsmanagement und mittlerweile Kundenbereich hinzu.
Wow, das sind viele unterschiedliche Inhalte. Gab es eine Phase, in der sich Dein Arbeitsalltag besonders verändert hat? Wie hast Du das erlebt?
Inhaltlich war der Wandel vom Mobilitätsbereich hin in die Verwaltung die größte Veränderung. Bei der Mobilität habe ich die „klassischen“ Entwicklungsschritte durchlaufen, die in Frage kommen, wenn man weniger aktiv Fahren und mehr in den „kaufmännischen“ bzw. koordinierenden Teil des Mobilitätsbereichs einsteigen will.
Hier war mein Vorteil, dass ich mich privat immer sehr für Daten interessiert habe und fachlich der Meinung war, dass wir die Fahrgäste stärker informieren können. So habe ich unterschiedliche Daten aus unseren Bussen mit weiteren Daten zusammengeführt und gebündelt ausgespielt. Damit haben wir vor 15 Jahren die Grundlage geschaffen, unsere Fahrgäste an Haltestellen, im Internet und später auch in Apps, in Echtzeit zu informieren.
Auch persönlich wollte ich mich weiterentwickeln und es war klar, dass ich im Verkehrsbereich kurzfristig nicht über die Position des stellvertretenden Teamleiters hinauskomme, da die Stelle darüber besetzt war. Ich hatte jedoch das Ziel, Teamleitung zu werden. Zu dieser Zeit war eine Teamleitungsstelle im Büroservice ausgeschrieben, also dem Bereich, der Posteingang, Postausgang, Archivservice, Digitalisieren und Druck fürs ganze Unternehmen sowie für weitere Stadtwerke, die bei uns drucken, verantwortet.
Das war wirklich eine vollkommen andere Welt als jene, in denen ich zuvor bei den Stadtwerken gearbeitet habe. Und ich habe die Herausforderung angenommen. Genau das ist es, wie ich bisher meine gesamten Entwicklungsschritte erlebt habe: offen sein und die Herausforderungen annehmen.
"Durch die Gemeinschaft bei uns im Unternehmen schaffen wir es, Veränderungen, Herausforderungen und Krisen zu bewältigen."
Wie hast du es geschafft, Dich in so vielen verschiedenen Bereichen zurechtzufinden?
Das ist schnell beantwortet: Durch reinfuchsen. Stehenzubleiben ist nicht mein Ding, daher habe ich mich beruflich immer gerne verändert. Das bringt gleichzeitig mit, dass man sich immer wieder auf neue Aufgaben, Perspektiven und Menschen einstellen und sie kennenlernen muss.
Entscheidend für mich ist, dass ich Dingen offen gegenüberstehe und heute noch sage „Ich könnte mir auch nochmal vorstellen, etwas anderes im Team Münster zu machen, statt meiner aktuellen Stelle“. Neben meinem ganz persönlichen Wunsch nach Veränderungen und der Haltung, dass man sich in vieles reinarbeiten kann, braucht es für eine solche Entwicklung im Unternehmen auch die richtigen Leute, die einen fördern.
Was man nicht vergessen darf: In anderen Unternehmen wäre so eine Karriere schwer denkbar, bei uns jedoch schon, weil wir eine unglaubliche Vielfalt an Bereichen und Themen abdecken.
Gab es für Dich besondere Learnings aus diesen Entwicklungen, welche sich auch in Deiner Arbeit oder Deinem Karriereweg gezeigt haben?
Ja, wie wichtig Wissensmanagement ist. Unternehmen – auch die Stadtwerke – unterliegen im Laufe der Zeit Veränderungen, ob zum Beispiel durch Personalwechsel oder auch Umstrukturierungen. Solche Veränderungen bedeuten oftmals Verlust von jahrelangem Wissen.
Über die vielen Stationen meiner Karriere habe ich mich immer wieder neu in Themenbereiche eingearbeitet, oft ohne vorher Experte in diesem Gebiet gewesen zu sein. Das heißt, ich habe mich intensiv in die Bereiche einarbeiten müssen. Effizienter ist es, wenn bei der Einarbeitung auf das festgehaltene Wissen der Vorgängerin bzw. des Vorgängers zurückgegriffen werden kann, falls keine persönliche Übergabe möglich ist.
Gemeinsam mit meinen Teams habe ich Lösungen entwickelt, um internes Wissen zu archivieren, zu digitalisieren und den Fachbereichen zur Verfügung zu stellen. So können die Kolleginnen und Kollegen nun benötigtes Wissen über unsere Wissensdatenbank abrufen und sich in Themen einlesen – seien es beispielsweise Gesetzesänderungen, Betriebsvereinbarungen oder interne Themen wie die Nutzung von Programmen. So können wir auch die nächsten 125 Jahre über das aktuelle Wissen im Unternehmen verfügen.
Du sprichst es bereits an: 2026 ist unser Jubiläumsjahr, die Stadtwerke werden 125 Jahre. Du blickst auf 27 Jahre im Team Münster zurück, was macht es für Dich so besonders, hier zu arbeiten?
Das Team. Die Gemeinschaft ist unglaublich. Ich habe die unterschiedlichen Standorte – ob den Verkehrsbetrieb an der Rösnerstraße, den Hafenplatz oder unsere Servicepunkte – kennengelernt. Jeder Standort ist anders. Das, was aber alle verbindet, ist der Zusammenhalt. Die letzten Jahre waren besonders für Energieanbieter herausfordernd. Durch die Gemeinschaft bei uns im Unternehmen schaffen wir es, Veränderungen, Herausforderungen und Krisen zu bewältigen.
125 Jahre sind eine beachtlich lange Zeit, auf die ein Unternehmen zurückschauen kann. Die Stadtwerke stehen seit jeher auf sicherem Fundament. Auch das ist ein Ergebnis des starken „Wir“.
Du hast auf Deinem Karriereweg immer wieder etwas Neues gewagt. Was würdest Du anderen beruflich mit auf den Weg geben?
Seid offen für neue Tätigkeiten, probiert euch aus und sagt, wenn euch etwas auffällt, auch gegenüber eurer Führungskraft. Es gibt immer etwas, das sich verändert und es ist wichtig, dem gegenüber offen zu sein.
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