Erzeugungsanlagen

Die Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD)

Das Kraftwerk

GuD-Anlage im Münsteraner Hafen
Unsere GuD-Anlage am Hafen
eine der beiden Gasturbinen
Das Herzstück: eine der beiden Gasturbinen

Seit Herbst 2005 kommen Strom und Fernwärme für Münster aus unserem Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk (GuD) am Hafen.

Mit der Investitionen von rund 95 Mio. Euro in eine moderne GuD-Anlage sichern wir nicht nur langfristig die Versorgung mit Elektrizität und Fernwärme, sondern investieren damit zugleich auch in den Umweltschutz.

Zwei Gas- und eine Dampfturbine werkeln in dem Kraftwerk an Münsters Hafenkante. Wie genau das funktioniert, zeigt dieses Schaubild. Die Stromerzeugungskapazität liegt bei rund 500 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a). Damit kann das Kraftwerk bis zu 50 Prozent des Münsteraner Strombedarfs erzeugen. Die Fernwärmeerzeugung der GuD-Anlage liegt bei über 600 Millionen kWh/a und deckt damit 20 Prozent des Wärmebedarfs in Münster.

Das Besondere an der GuD-Anlage: Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird das eingesetzte Erdgas optimal genutzt. Dabei wird die bei der Stromproduktion anfallende Wärme nicht einfach verworfen, sondern als Fernwärme zum Heizen genutzt. Bis zu 88 % beträgt der Ausnutzungsgrad in unserer GuD-Anlage. Konventionelle Kraftwerke erreichen häufig nur eine Ausnutzung des Brennstoffs von etwa 50 Prozent. Wir reduzieren damit jährlich den CO2-Ausstoß in Münster um mindestens 190.000 Tonnen.

Übrigens: Wer unser Kraftwerk als den Rolls-Royce der Strom- und Wärmeerzeugung bezeichnet, liegt damit genau richtig. Denn unsere Gasturbinen stammen vom vor allem für seine Autos bekannten Hersteller.

Wärmespeicher

Rissgrafik des Wärmespeichers

Im April 2005 legte das letzte Kohleschiff im Hafen an. Mit der GuD-Anlage wurde die Kohle als Brennstoff abgelöst. Damit verlor auch der Kohlebunker direkt am Hafenbecken seine Funktion.

Viele interessante Ideen und Vorschläge für die Folgenutzung des Kohlebunkers wurden an uns herangetragen: Einzug einer Diskothek, Errichtung eines Museums oder auch ein „Multimedia-Speicher“ waren im Gespräch. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung hat aber ergeben, dass ein Wärmespeicher zur Optimierung der Fahrweise der GuD-Anlage die sinnvollste Nachnutzung darstellt.

Und so befinden sich hinter der Fassade nun vier große Thermoskannen, von denen jede rund 2 Millionen Liter Wasser fasst. In verbrauchsschwachen Zeiten wird dort heißes Wasser zwischengespeichert und erst ins Fernwärmenetz eingespeist, wenn Bedarf besteht.


Und so funktioniert unsere GuD-Anlage


Der Wärmespeicher


Bau der GuD-Anlage

 
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