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Trinkwasseranalyse

„Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein.“ (TrinkwV § 4 Abs. 1)

Um dies sicherzustellen, analysieren wir unser Trinkwasser permanent entsprechend der Trinkwasserverordnung auf die dort vorgeschriebenen Stoffe. Wir analysieren dabei sogar häufiger als in der Trinkwasserverordnung vorgeschrieben (allein dies sind in Summe 780 Analysen pro Jahr). So wird unser Trinkwasser laufend auf mikrobiologische und chemische Belastungen untersucht.

Trinkwasser ist das am besten überwachte Lebensmittel in Deutschland. Unser Wasser entspricht in jeglicher Hinsicht den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung und ist somit für den menschlichen Genuss, vom Säugling bis zum Senior, uneingeschränkt geeignet.

Hier finden Sie die Ergebnisse unserer regelmäßig durchgeführten Trinkwasseranalysen mit den wichtigsten Mittelwerten unseres Wassers und die dazugehörigen Grenzwerte. Seit etwa 25 Jahren überprüfen wir zusätzlich im Rahmen der Eigenüberwachung unsere Wässer auf unterschiedlichste Spurenstoffe. Deren Ergebnisse können Sie gern bei uns erfragen.

Trinkwasserqualität innerhalb der Hausinstallation

Oft erreichen uns Anfragen zur Qualität des Trinkwassers innerhalb der Hausinstallation. Da unsere Zuständigkeit jedoch hinter der ersten Absperreinheit der zuführenden Trinkwasserleitung in ein Gebäude endet (bis zum Wasserzähler), führen wir zur Qualitätskontrolle keine Trinkwasseranalysen in den Hausinstallationen unserer Kunden durch. Somit können wir zur Wasserqualität innerhalb einer Hausinstallation keine Aussage treffen.

Haben Sie dennoch Fragen zur Trinkwasserqualität innerhalb Ihrer Hausinstallation, müssen wir Sie auf unabhängige Laboratorien verweisen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir unsererseits keine Empfehlungen für bestimmte Labore bzw. Analytik-Dienstleister ausgeben.

 

Covid-19 und unser Trinkwasser

Die Verbreitung des Corona-Virus und die damit einhergehende Erkrankung an Covid-19 beschäftigt auch die Trinkwasserversorger. Denn manche befürchten, sich über Lebensmittel oder das Trinkwasser mit dem Corona-Virus zu infizieren. Allerdings ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Umweltbundesamt (UBA) die Ansteckungsgefahr über das Trinkwasser sehr gering. Das liegt zum einen an der Beschaffenheit des Virus, zum anderen an der sehr aufwändigen Gewinnung des Trinkwassers in Deutschland. Das sogenannte Multi-Barrieren-System ist ein effektives Schild gegen Gefahren im Trinkwasser. In Münster sorgen so die Wasserschutzgebiete, die Reinigung des Grundwassers im Untergrund, die aufwändige Wasseraufbereitung und im Bedarfsfall auch die Desinfektion des Wassers für eine sichere Trinkwasserversorgung.

Regelmäßige, engmaschige Kontrollen und Analysen von Anfang bis Ende der Kette gewährleisten, dass sich keine ungewollten Substanzen oder Keime „durchschleichen“ können. Und auch Münsters Wassermänner und -frauen sind gut vorbereitet: mit einem durchdachten Notfallmanagement wird dafür gesorgt, dass das notwendige Personal bestmöglich geschützt und so die Versorgung mit sicherem Trinkwasser stets gewährleistet ist.

 

Spurenstoffe im Wasser: Arzneimittel, Hormone, Kontrastmittel

Ohne dass wir es bewusst wahrnehmen, verwenden wir im Alltag viele verschiedene Stoffe und Substanzen. Auf verschiedensten Wegen gelangen so zum Beispiel Arzneimittel, Kontrastmittel und Hormone, Inhaltsstoffe von Körperpflegeprodukten oder Pflanzenschutzmittel in Grund- und Oberflächenwasser. Gerade im Haushalt verwendete Substanzen können nicht immer ausreichend in den Kläranlagen herausgefiltert werden. Der Begriff Spurenstoffe zeigt jedoch, dass es sich häufig um sehr geringe Konzentrationen handelt. Gerade die modernen, sehr genauen Analysenmethoden machen es möglich, schon geringe Gehalte zu detektieren. Die Konzentrationen liegen im Bereich des „Zuckerwürfels im Bodensee“. Für Menschen sind diese Mengen in der Regel nicht kritisch. Dennoch sollten wir alles dafür tun, die Einflüsse zu reduzieren. Während ein Mensch ca. 1,5 bis 2 Liter am Tag trinkt, filtern Fische und andere Wasserorganismen große Mengen Wasser und nehmen darüber viele der Substanzen auf. Die Folgen für die Ökosysteme sind gravierend.

Da die Entfernung schwierig ist und die Erweiterung der Kläranlagen teuer, gilt: Vermeidung ist besser als Entfernung. Viele Substanzen sind im Alltag essentiell, es gibt aber auch einige Stoffe, die wir gut durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen können.

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