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Primärenergiefaktor - Interessant für Hausbesitzer

Bei jedem Neubau oder jeder größeren Sanierung sind die engen Grenzwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) für den Primärenergiebedarf eines Gebäudes einzuhalten. Eine wesentliche Berechnungsgrundlage ist der Primärenergiefaktor des jeweiligen Energieträgers. Er gibt für jeden Brennstoff die Effizienz der Energieerzeugung an.


Die Münsteraner Fernwärmeversorgung hat einen günstigen Primärenergiefaktor von 0,24 (f P, FW= 0,24) erhalten. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die effiziente GuD-Anlage. Denn hier erfolgt die Wärmebereitstellung zu einem Anteil von 97,3 Prozent aus dem umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung-Prozess. Auch die Wärmeversorgung aus dem Nahwärmesystemen Amelsbüren, Albachten und Roxel-Nord wurde zertifiziert. Hier wurde ein Primärenergiefaktor von 0,658 (f PE, WV= 0,658) ermittelt. Zum Vergleich haben Öl oder Erdgas einen erheblich höheren Primärenergiefaktor von 1,1.


Ein niedriger Primärenergiefaktor ermöglicht eine kostengünstige und einfache Erfüllung der strengen gesetzlichen Vorgaben. Weiterhin ist der Primärenergiefaktor eine wichtige Komponente für die Erstellung des Energiepasses. Energetisch günstig bewertete Gebäude lassen sich besser verkaufen oder vermieten. Außerdem setzen verschiedene zinsgünstige Darlehen, z. B. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), für die Gewährung einen niedrigen Primärenergiefaktor voraus.

* Der Primärenergiefaktor gilt für die Fernwärme-Versorgungsgebiete Innenstadt, Mecklenbeck, Gievenbeck, Gremmendorf, Coerde sowie für das Versorgungsgebiet der Westfälischen Fernwärme.