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Aktuelle Pressemitteilungen - Bereich Unternehmen

HBZ-Leiter Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel und Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke vereinbaren eine Zusammenarbeit, um zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge bei den Stadtwerken zu schaffen

11.12.2015

Stadtwerke Münster schaffen zusätzliche Ausbildungsstellen für Flüchtlinge

Zusammenarbeit mit Handwerkskammer Münster vereinbart

Über 4.000 Flüchtlinge leben zurzeit in Münster, darunter auch viele Jugendliche und junge Erwachsene. „Integration gelingt unter anderem über Bildung und Arbeit. Dazu möchten wir unseren Beitrag leisten“, erklärt Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. „Darum haben wir uns entschlossen, pro Jahrgang zwei zusätzliche Ausbildungsstellen bei den Stadtwerken zu schaffen, die wir an Menschen vergeben, die vor Krieg und Verfolgung in ihrer Heimat geflohen sind.“

Dafür haben die Stadtwerke und das Bildungszentrum der Handwerkskammer Münster (HBZ) nun eine Zusammenarbeit vereinbart. „Schon seit 2008 unterstützt das HBZ im Projekt ‚MAMBA‘ Flüchtlinge bei der beruflichen Qualifizierung und der Suche nach einer Arbeitsstelle“, erklärt HBZ-Leiter Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel. „Diese Erfahrung bringen wir nun ein, um Flüchtlinge und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen. Wir freuen uns sehr, dass sich die Stadtwerke Münster als großes Unternehmen für die Integration von Flüchtlingen einsetzen und hoffen, dass auch viele kleinere Betriebe in der Region diesem Beispiel folgen.“

Ausbildung im Zentralen Technischen Service
Die Stadtwerke haben insgesamt 55 Auszubildende, davon lernen im Zentralen Technischen Service 20 junge Menschen die Berufe Elektroniker, Anlagenmechaniker und Rohrleitungsbauer. Ab dem kommenden Ausbildungsjahr schaffen die Stadtwerke zwei zusätzliche Ausbildungsplätze in diesen Berufen, die Flüchtlingen zur Verfügung stehen. So entstehen über die dreijährige Ausbildungszeit sechs neue Stellen.

„Es entspricht unserem Verständnis als Ausbildungsbetrieb, in Zeiten hoher Nachfrage zusätzliche Stellen zu schaffen. So haben wir es 2012 beim doppelten Abiturjahrgang gemacht und auch im Falle der Insolvenz von anderen Betrieben haben wir in der Vergangenheit Lehrlinge von dort übernommen“, erklärt Dr. Dirk Wernicke.

Im Vorfeld der Ausbildung werden die Stadtwerke ab Anfang 2016 bereits Praktika in den technischen Ausbildungsbereichen anbieten. Aus den Praktikanten könnten bei Eignung dann ab Sommer 2016 Auszubildende werden.

Mit Unterstützung der Handwerkskammer
Das Handwerkskammer Bildungszentrum ist seit Mitte 2015 Teil des bundesweiten Projekts „Ausbildung junger Flüchtlinge“, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird. Unter anderem bietet das HBZ Hilfestellung bei der Vermittlung der Flüchtlinge, bei der Feststellung der Ausbildungsreife sowie bei der Klärung des Aufenthaltsstatus. Das HBZ steht über die gesamte Ausbildungszeit als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung – sowohl für die Betriebe als auch für Ausbilder und Lehrlinge. An dem Projekt können Jugendliche und junge Erwachsene teilnehmen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihren Heimatländern geflüchtet sind.

„Eine gute Ausbildung ist das beste Sprungbrett für eine berufliche Perspektive – egal ob die Menschen langfristig in Deutschland bleiben und zur Fachkräftesicherung beitragen, oder sich irgendwann entscheiden, in ihre Heimat zurückzukehren. Ihr Wissen aus der Ausbildung können sie dann beim Wiederaufbau nutzen. So kann das Handwerk einen erheblichen Beitrag zu den entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung leisten“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel. „Wir freuen uns daher, wenn sich viele Betriebe finden, die bereit sind, einen oder mehrere Flüchtlinge auszubilden.“ Diese können sich bei Michael Wichtrup vom HBZ unter 0251 705-1334 oder für Fragen zum Aufenthaltsstatus bei Claudia von Diepenbroick-Grüter unter 0251 5203-112 melden.

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