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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

27.06.2014

Während der Weltmeisterschaft: Stadtwerke drehen am Rad

Wasserwerker haben Fußballspiele im Blick

Bis zur 43. Minute blieb alles gleich – egal, wie es auf dem Spielfeld steht: Der Wasserverbrauch der Münsteraner pendelte sich mit Anpfiff des WM-Spiels USA – Deutschland im unteren Normalbereich ein. Kaum jedoch pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeit, verdoppelte sich der Wasserbedarf plötzlich. Plätscherten also während des Spiels lediglich rund 1.600 Kubikmeter Trinkwasser pro Stunde durch die Leitungen, drängten sich nach dem Halbzeitpfiff 3.200 Kubikmeter pro Stunde durchs Rohr.

Damit der Druck im Wassernetz konstant bleibt, drehen die Wasserwerker der Stadtwerke daher mit dem Halbzeitpfiff bei Deutschlandspielen den „Wasserhahn“ auf. Aus den Trinkwasserbehältern an den vier Münsterschen Wasserwerken sprudelt dann deutlich mehr Wasser zu den Verbrauchern als während der 90 Minuten. Mit der zweiten Halbzeit beginnt für die Wasserwerker das Spiel von vorn. Der Verbrauch reduziert sich deutlich, nur um nach Abpfiff wieder hochzuschnellen. Beim Achtelfinalspiel gegen Algerien am kommenden Montag sind dann noch Verlängerung oder gar Elfmeterschießen möglich. Wem das zu spannend ist, der sucht vielleicht lieber das „Stille Örtchen“ auf – im Leitstand der Wasserwerke registrieren die Mitarbeiter das sofort.

Der Fernseher läuft mit
Um die Wassermenge also genau zu den richtigen Zeitpunkten zu regulieren, ist es für die Wasserwerks-Mitarbeiter unerlässlich, neben ihrer eigentlichen Arbeit immer ein Blick auf den Fernsehschirm zu werfen und die WM-Spiele zu schauen. Nach dem Spiel gegen die USA – etwa gegen 20 Uhr – stieg der Verbrauch nochmals auf 2.800 Kubikmeter pro Stunde deutlich an, um sich dann bei 2.400 Kubikmetern pro Stunde einzupendeln. Das ist der für diese Uhr- und Jahreszeit typische Wert.

Dabei drehen die Stadtwerke heute natürlich nur noch symbolisch den Wasserhahn mittels eines großen Rades auf: Die moderne Technik wird heutzutage hauptsächlich mittels Computer gesteuert. Übrigens: Der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Münsteraners liegt bei 125 Litern pro Tag.

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