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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

11.08.2016

Stadtwerke weiten eigene Trinkwasserförderung aus

Investitionen in Wasserwerke Hohe Ward und Hornheide-Haskenau

Die Stadtwerke Münster weiten bis 2021 die Trinkwasserförderung in ihren beiden Wasserwerken in der Hohen Ward im Süden und in  Hornheide-Haskenau im Norden Münsters aus. Die beiden anderen Wasserwerke Kinderhaus und Geist, die nur einen kleinen Teil der Trinkwassergewinnung ausmachen, werden geschlossen und die dortigen Wasserrechte zurückgegeben. Das ist der Kern des Konzepts zur Modernisierung der Münsteraner Wasserversorgung. „Mit der Neustrukturierung stärken wir die Wassergewinnung vor Ort in Münster“, erklärt Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Der Großteil des jährlichen Trinkwasserbedarfs in Münster von rund 16 Milliarden Liter kann damit zukünftig in den beiden verbleibenden Wasserwerken Hohe Ward und Hornheide-Haskenau gefördert werden. Ergänzend wird weiterhin Trinkwasser von Gelsenwasser an der Übergabestation in Albachten bezogen.

Weiterhin sehr gute Wasserqualität

„Die Investitionen sind erforderlich, um die Wasserversorgung in Münster auch zukünftig sicher zu stellen und unseren hohen Ansprüchen an die Trinkwasserqualität für die nächsten Jahrzehnte gerecht zu werden“, erklärt Dr. Dirk Wernicke.

Durch die Konzentration auf zwei Förderstandorte ergibt sich ein positiver Nebeneffekt: In Kinderhaus wird der Härtegrad des Wassers sinken, weil die Förderung des relativ harten Wassers im Wasserwerk Kinderhaus wegfällt und dieser Stadtteil durch die beiden verbliebenen Wasserwerke mit weicherem Trinkwasser versorgt wird. Das schont Haushaltsgeräte, wie Waschmaschinen und Geschirrspüler.

Gutachten untersucht Auswirkungen auf Grundwasserspiegel

Nach der Schließung der Wasserwerke könnte es zu einer Änderung des Grundwasserspiegels kommen. Ob und inwieweit hierdurch Auswirkungen auf die Anwohner zu erwarten sind, ist Gegenstand eines hydrogeologischen Gutachtens, das die Stadtwerke Münster in Auftrag gegeben haben. Die Ergebnisse dieses externen Gutachtens werden voraussichtlich Ende des Jahres erwartet. Im Anschluss daran werden die weiteren Schritte eng mit der Stadt Münster abgestimmt. 

Hintergrund

  • Die Stadtwerke liefern über 16 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an die Münsteraner Haushalte pro Jahr. Das entspricht über 16 Milliarden Liter.
  • Der Trinkwasserabsatz ist trotz wachsender Bevölkerung in Münster seit einigen Jahren konstant, weil die Münsteraner durch Einsparungen, z.B. durch wassersparende Haushaltsgeräte oder Duschköpfe, weniger Trinkwasser verbrauchen.
  • Jeder Münsteraner verbraucht im Durchschnitt täglich rund 130 Liter Trinkwasser. Davon entfallen lediglich etwas drei Liter auf den Verzehr.

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