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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

17.06.2015

Stadtwerke Münster stellen Geschäftsbericht 2014 vor

Gute Ergebnisse im operativen Geschäft / Negativer Effekt durch GEKKO

Die Stadtwerke Münster haben heute ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2014 vorgestellt. Das Ergebnis liegt bei  einem Jahresfehlbetrag von 3,1 Mio. Euro. „Obwohl wir in unserem operativen Geschäft sehr gute Ergebnisse erzielt haben, fällt das Ergebnis 2014 negativ aus“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. „Grund sind eine einmalige, hohe Abschreibung unseres Anteils am Gemeinschaftskohlekraftwerk Hamm und die weiterhin schwierigen energiepolitischen Rahmenbedingungen.“

Damit das Unternehmen seine Ziele in Zukunft erreichen kann, müssen sich die politischen Rahmenbedingungen ändern. So könnte die aktuell diskutierte Förderung von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung die aktuell schwierige Situation der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) am Hafen verbessern“, so Gerhard Joksch, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Münster. „ Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Das haben wir vor allem dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken“.

Weiterhin schwierige Situation für GuD-Anlage am Hafen

Im Jahr 2014 war die wirtschaftliche Situation der GuD-Anlage der Stadtwerke erneut kritisch. Unter den derzeitigen energiepolitischen Rahmenbedingungen erzielt der Strom aus der hocheffizienten GuD-Anlage zu geringe Preise, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. „Dieser Belastung hat unsere Kraftwerksmannschaft mit umfangreichen Optimierungsmaßnahmen entgegengewirkt“, erklärt Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Einmaleffekte beeinflussen Ergebnis 2014

Die Stadtwerke Münster haben in der Bilanz 2014 den Wert ihres Anteils am Gemeinschaftskohlekraftwerk Hamm (GEKKO) korrigiert. Grund ist, dass die Stadtwerke bei einem Verkauf des Anteils voraussichtlich nur einen Teil der ursprünglich gezahlten Summe zurückerhalten. Dieser Effekt beeinflusst das Ergebnis 2014 maßgeblich, ist aber einmalig.

Außerdem sorgte der außergewöhnlich milde Winter im ersten und letzten Quartal 2014 für geringere Absatzmengen von Erdgas und Fernwärme.

Neue Kunden im Münsterland, Kundenkarte PlusCard entwickelt sich weiter

Die Stadtwerke steigerten ihren Stromabsatz erneut um rund 9 Prozent. Die positive Entwicklung im Stromvertrieb erreichten die Stadtwerke vor allem durch die Gewinnung neuer Kunden in der Region Münsterland. Das besondere Angebot der Stadtwerke hat das Wirtschaftsmagazin Focus Money bewertet und die Stadtwerke als Top Stromanbieter in Münster ausgezeichnet.

Ihre Kundenkarte PlusCard entwickeln die Stadtwerke stetig weiter: Seit September 2014 parken die Kunden der Stadtwerke mit der PlusCard in den Münsteraner Parkhäusern bargeldlos. Inzwischen nutzen über 6.300 Kunden den neuen Service ParkPlus. Die nützlichen Services und attraktiven Angebote und Rabatte der PlusCard kommen an bei den Kunden. Das zeigt auch der erneute Anstieg von Vertragskunden im Busverkehr um rund 18 Prozent - viele davon nutzen das BusPlus, das bargeldlose Busfahren mit der PlusCard und dem 90 MinutenTicket. Der Fahrgastrekord von 40 Millionen Fahrgästen aus dem Jahr 2013 konnte auch im letzten Jahr wieder annähernd erreicht werden.

Weiterer Ausbau erneuerbarer Energien

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage setzen die Stadtwerke weiterhin auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Im letzten Jahr errichteten sie drei neue Windenergieanlagen in Münster. Um die Bürger an der Energiewende in Münster zu beteiligen, initiierten die Stadtwerke die Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“, die demnächst Eigentümerin der neuen Windenergieanlagen in Amelsbüren und Roxel sein wird.

Mit einer technischen Innovation begegnen die Stadtwerke dem zeitweise entstehenden Stromüberangebot aus erneuerbaren Energien, deren Erzeugung je nach Wetterlage unterschiedlich ist: Der Elektrodenkessel gleicht diese Schwankungen im Stromnetz aus, indem er Strom aus dem Netz entnimmt und damit Fernwärmewasser erhitzt. Dr. Dirk Wernicke erklärt: „Mit dem Elektrodenkessel können wir Strom aus erneuerbaren Energien intelligent in unser Stromnetz integrieren“.

Prognose

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Stadtwerke Münster in ihrem Kerngeschäft - ohne Effekte durch den FMO - wieder ein positives Ergebnis. Die Abschreibung des Anteils an Black Gekko war ein einmaliger negativer Effekt auf die Bilanz 2014. Auch der geringere Erdgas- und Fernwärmeabsatz aufgrund des milden Winters im letzten Jahr wird sich voraussichtlich nicht wiederholen, da die geplanten Absätze im Januar und Februar 2015 - den üblicherweise kältesten Monaten im Jahr - erreicht wurden. Allerdings ist aufgrund hoher Ergebnisbelastungen aus der Refinanzierung des FMO nicht sicher, ob die Stadtwerke Münster in 2015 ein positives Ergebnis erzielen werden.