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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

11.06.2014

Stadtwerke Münster stellen Geschäftsbericht 2013 vor

Positives Gesamtergebnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen

 

Die Stadtwerke Münster haben heute ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2013 vorgestellt. Trotz schwieriger energiepolitischer Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen ein positives Ergebnis verbuchen. „Wir sind mit dem Gesamtergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt zufrieden", bilanziert Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. Der Jahresüberschuss betrug 3,4 Millionen Euro. Bereits im Dezember 2013 wurden rund 6,06 Mio. Euro, zum Teil aus Gewinnrücklagen, als Vorabgewinnausschüttung an die Stadt Münster ausgegeben. „Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr sehr gute Arbeit geleistet; das haben wir vor allem dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen zu verdanken“, so Gerhard Joksch, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Münster. „Damit das Unternehmen seine Ziele auch in Zukunft erreichen kann, müssen sich aber einige politische Rahmenbedingungen ändern. Bundesweit: Einbeziehung der Energieerzeugung aus der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung in die EEG-Vergütung; in Münster: Mehr Standorte  für Erneuerbare Energien im Stadtgebiet.“

Kritische Situation in der Stromerzeugung, positive Absatzmengen

Im Jahr 2013 war die wirtschaftliche Situation der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) der Stadtwerke erneut kritisch. „Durch das Überangebot von Strom aus Erneuerbaren Energien an der Börse erzielte der Strom aus unserer hocheffizienten GuD-Anlage zu geringe Preise, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann. Die kalte Witterung im Jahr 2013 hat sich hingegen positiv auf das Jahresergebnis ausgewirkt und auch ihren Stromabsatz konnten die Stadtwerke um 2,7 Prozent steigern – durch neue Kunden in Münster und dem Umland. Nicht zuletzt wirkten sich auch interne Aufwandssenkungen positiv auf das Ergebnis aus.

Aufwendungen und Rückstellungen für Beteiligungen

Wesentliche Aufwendungen hatten die Stadtwerke im Jahr 2013 für ihre Beteiligungen am Flughafen Münster/Osnabrück und der Energiehandelsgesellschaft West (ehw). Der Flughafen erhielt 1,9 Mio. Euro als eigenkapitalersetzendes Darlehn, welches entsprechend der Bilanzierungspraxis abgeschrieben wurde. Seit Ende 2013 sind die Stadtwerke nicht mehr an der ehw beteiligt. Für eine mögliche Steuernachzahlung der ehw leisteten die Stadtwerke aber Ende 2013 noch eine Zahlung von fast 8 Mio. Euro, die nach Verrechnung mit dem Veräußerungserlös für die ehw-Anteile zu einer Belastung von 6,2 Mio. Euro führte. Neue Rückstellungen haben die Stadtwerke Münster für ihre Beteiligung am Gemeinschaftskohlekraftwerk Hamm gebildet (GEKKO). Dafür fielen 1,3 Mio. Euro im Jahr 2013 an.

Positive Kundenentwicklung durch innovative Produkte und stabile Preise

Ihre Kundenkarte PlusCard haben die Stadtwerke Münster im vergangenen Jahr auf eine elektronische Karte umgestellt und das elektronische Busticket als ersten Service eingeführt. Noch in diesem Jahr werden die Kunden mit der PlusCard bargeldlos die WBI-Parkhäuser in Münster nutzen und im Taxi bezahlen können.

Dass die Angebote der Stadtwerke angekommen, zeigen auch die Fahrgastzahlen aus dem Jahr 2013: Fast 40 Mio. Fahrgäste waren in den Bussen unterwegs und die Zahl der Abonnenten ist deutlich gestiegen (plus 39,5 Prozent). Außerdem erzielten die Stadtwerke bei der jährlichen TNS-Infratest-Befragung auch in 2013 Bestnoten.

Ihre Strom- und Erdgaspreise haben die Stadtwerke im Jahr 2013 im Wesentlichen stabil gehalten. Lediglich die staatlich verordneten Umlagen, vor allem die EEG-Umlage, musste das Unternehmen an seine Stromkunden weitergeben. Damit gehören die Stadtwerke zu den zehn günstigsten Stromanbietern in Münster. „Auch im Jahr 2014 können wir unsere Strom- und Erdgaspreise voraussichtlich stabil halten“, wirft Dr. Henning Müller-Tengelmann einen Blick in die Zukunft, „abhängig von der Entwicklung der EEG-Umlage könnten die Strompreise sogar sinken und auch beim Erdgas wollen wir noch wettbewerbsfähiger werden.“

Herausforderung Umsetzung Strategie 2020: Ausbau Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien haben die Stadtwerke auch im Jahr 2013 weiter ausgebaut. Die in der Strategie 2020 geplante Ausbaugeschwindigkeit und auch die damit verbundenen Investitionssummen sind für das Unternehmen allerdings aus heutiger Sicht nicht mehr zu realisieren. „Durch die rückläufige Stromerzeugung in unserem Heizkraftwerk sinkt derzeit der Anteil der atomstromfreien Versorgung von Münster“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann, „zum anderen haben sich Offshore-Windkraftprojekte als zu riskant erwiesen und die Wirtschaftlichkeit von Erneuerbaren-Anlagen ist durch die anstehende Novelle des EEG gefährdet.“ Dennoch bauen die Stadtwerke aktuell drei neue Windenergieanlagen in Münster – hier sind auch Bürgerbeteiligungsmodelle geplant.

Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Stadtwerke Münster einen deutlich sinkenden Überschuss. Zwei wichtige Gründe sind die kritische wirtschaftliche Situation der GuD-Anlage und die extrem warme Witterung zum Jahresanfang 2014.

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