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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

14.06.2017

Stadtwerke Münster stellen Bilanz für das Jahr 2016 vor

Jahresüberschuss von 16,2 Millionen Euro

Die Stadtwerke Münster schließen ihr Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss von 16,2 Mio. Euro ab. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Es zeigt, dass die Stadtwerke Münster solide und profitabel arbeiten, trotz schwieriger energiepolitischer Rahmenbedingungen. Mit diesem Jahresergebnis stärken wir unsere Eigenkapitalbasis und sorgen für die kommenden Jahre vor“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Die Stadtwerke haben 2016 knapp 30 Prozent mehr Energie erzeugt als in 2015. Vor allem ihr Kraftwerk am Hafen produzierte wesentlich mehr Strom: „Durch die wieder eingeführte KWK-Förderung konnten wir die wirtschaftliche Situation unserer GuD-Anlage wesentlich verbessern“, erklärt Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Die seit Anfang 2016 geltende KWK-Förderung ist jedoch zeitlich begrenzt bis 2020: „Die Politik muss die notwendigen Rahmenbedingen schaffen, beispielsweise bei der Netzregulierung, bei der KWK-Förderung und bei den Erneuerbaren Energien, damit Stadtwerke ihre Städte auch in Zukunft umweltfreundlich und wirtschaftlich mit Energie versorgen können“, erklärt Gerhard Joksch, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Münster. 

Energieabsatz und Fahrgastzahlen steigen, neue münstercard für Touristen
2016 konnten die Stadtwerke ihren Stromabsatz um gut 6 Prozent steigern. Diesen Zugewinn machte vor allem ein sehr erfolgreicher Vertrieb im Münsterland möglich. Besonders positiv in 2016: Die Stadtwerke setzten im Privat- und Geschäftskundenbereich zusammen gut 24 Prozent mehr Ökostrom ab als in 2015. „In unserem neuen Produktbaukasten können unsere Kunden zwischen konventionellem Strom und Ökostrom wählen“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann. „Immer mehr Kunden entscheiden sich für Ökostrom.“

Trotz warmer Witterung in den Wintermonaten Anfang 2016 steigerten die Stadtwerke ihren Erdgas- und Wärmeabsatz, der Trinkwasserabsatz stieg ebenfalls leicht von 16,2 Mio. m³ auf 16,6 Mio. m³.

Mit 45,1 Millionen Fahrgästen wurde 2016 erneut ein Fahrgastrekord erreicht. Über 90.000 Vertragskunden fahren in Münster bargeldlos Bus und Bahn. Besonders erfolgreich ist das 90 MinutenTicket, das elektronische Ticket für Gelegenheitsfahrer nutzen aktuell über 45.000 Münsteraner, Tendenz steigend. Ein weiterer Meilenstein in 2016 war der große Fahrplanwechsel mit einem geänderten Liniennetz und die Einführung der Ringlinie im Oktober.

Der erfolgreiche Busverkehr der Stadtwerke ist auch ein wichtiger Baustein der neuen münstercard für Touristen, die die Stadtwerke eingeführt haben. Touristen zahlen einmalig 20 Euro bzw. 30 Euro für zwei Tage und können ohne weitere Zahlung 16 touristische Angebote in Anspruch nehmen – sei es ein Innenstadtmuseum, eine Stadtführung oder das Busangebot quer durch die Stadt.  „Seit der Einführung im März haben wir über 500 münstercards verkauft“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann. „Wir sind mit diesem Start sehr zufrieden und erwarten in den nächsten Monaten wachsende Verkaufszahlen, vor allem wegen der vielen Besucher der Skulptur Projekte.“ 

Fünf neue Windenergieanlagen
Die Stadtwerke Münster positionieren sich weiterhin als Erneuerbare-Energien-Dienstleister in der Region und bauen ihre Aktivitäten in diesem Bereich kontinuierlich aus.

Fünf neue Windenergieanlagen in der Nähe von Amelsbüren errichten die Stadtwerke in diesem Sommer. Ab Oktober versorgen die Anlagen knapp 9.100 Haushalte mit über 31 Millionen Kilowattstunden grünem Strom aus Münster.

Auch in Zukunft wollen die Stadtwerke weitere Windenergieanlagen in der Region realisieren. „Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette von der Flächenakquisition und Projektentwicklung über die Errichtung bis zur Betriebsführung selbst ab“, erklärt Dr. Dirk Wernicke. 

Zwei neue Elektrobusse mit Wasserstoff-Tank
Ab Anfang 2018 fahren zwei neue Elektrobusse auf Münsters Straßen. Die Busse sind mit Brennstoffzelle und Wasserstoff-Tank ausgestattet. „Sie haben eine Reichweite von über 350 Kilometern und können den ganzen Tag ohne Nachladung eingesetzt werden, auch auf Linien mit längeren Strecken“, erklärt Dr. Dirk Wernicke. „Nach der erfolgreichen Elektrifizierung der Linie 14 machen wir jetzt den nächsten Schritt für einen elektromobilen ÖPNV in Münster.“

Prognose
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Stadtwerke Münster wieder ein positives Ergebnis. Mit ihrem erfolgreichen Energievertrieb im Münsterland und der positiven Entwicklung im Ökostrom-Bereich planen sie eine Steigerung ihres Stromabsatzes. Weil ihre umweltfreundliche GuD-Anlage auch in 2017 von der KWK-Förderung profitiert, planen die Stadtwerke, ihre Stromerzeugung auf dem hohen Niveau von 2016 zu halten und sogar leicht zu steigern. Im Verkehr planen die Stadtwerke durch ihre attraktiven E-Ticket-Produkte und die wachsende Stadtbevölkerung erneut einen Fahrgastrekord.