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So sieht der alte Speicher am Hafen derzeit aus

24.02.2012

Neuer Kulturort Flechtheimspeicher?!

Die Ausstellung „Here comes the sun“ kommt nach Münster

Zum ersten Mal öffnet der Flechtheimspeicher der Stadtwerke als Ausstellungsraum seine Türen. Mit dem Titel „Here comes the sun“, einer Ausstellung zum Mitmachen, wird Kindern von 7 bis 14 Jahren die Möglichkeit geboten, die Energiepotentiale der Sonne zu verstehen. Vom 12. Mai bis zum 8. Juli können sie auf eine Forschungsreise ins Innerste der Sonne gehen. Ziel ist es, interaktiv herauszufinden, warum die Sonne scheint und wie die Menschen das Sonnenlicht als Energieträger nutzen können.

Ein neuer Raum für Kunst und Kultur
Die Zukunftsszenarien sind hier vielversprechend, denn bereits heute haben viele Interessenten angefragt, ob sie diesen Ort für unterschiedliche, kulturelle Kunst- und Kulturhighlights nutzen können. Grundsätzlich bietet der Speicher genügend Raum für das WBT-Theater sowie für wechselnde, thematisch unterschiedliche Ausstellungskonzepte. Bei großer Resonanz ist sogar Wachstumspotential an diesem Standort vorhanden.

Somit findet sich der Kreativkai auch auf der anderen Seite des Hafenbeckens wieder. Damit könnte ein besonderer Kulturort für die Münsteraner geschaffen werden und es würde das städtebauliche Konzept, die Idee eines Kreativkais, ergänzen. Dabei muss aber betont werden, dass eine Nutzung des Flechtheimspeichers als Kulturort nur in Verbindung mit der Archivlösung realisierbar sein wird.

Die Ausstellung
Veranstalter der Ausstellung ist der Verein Kindermuseum Münster e.V. Die Vorsitzende Annette Rubin übernimmt die organisatorische Leitung: „Here comes the sun“ ist eine ganz besondere Ausstellung. Bei Experimenten, interaktiven Installationen, Filmen, Computeranimationen sowie Hörstationen können Kinder bis ins Innerste unseres heißen Sterns reisen." An vier Stationen gibt es insgesamt über 30 Installationen. So demonstriert beispielsweise das Klimakiller-Spiel den Kindern, wie kompliziert es ist, Klimafresser durch Alternativen zu ersetzen. An zwei umgebauten "Energiekickern" können die Besucher ausprobieren, wie viel Energie sie selber durch die Anwendung von Kraft produzieren. Und drei weitere Installationen zeigen zum Beispiel den Kohle-, Erdgas- und Erdölverbrauch der Weltbevölkerung und dass die reichen Länder fast den gesamten Energieverbrauch der Erde unter sich ausmachen. 

Die Ausstellung ist im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2010 (Zukunft der Energie) als Kooperationsprojekt der Humboldt-Universität zu Berlin und des Vereins Neues Universum Berlin e.V. entstanden. Nun erreicht diese Ausstellung auch den Hafen von Münster. Geplant ist ein vielfältiges Programm rund um die Ausstellung, die Details sind zurzeit aber noch in der Abstimmung. In den nächsten Wochen werden gezielt Lehrer vom Verein Kindermuseum Münster e.V. angeschrieben und eingeladen, mit ihren Schülern diese Ausstellung für den Unterricht zu nutzen.

Raum fürs Münster Modell
Im Rahmen der Ausstellung wird auch das beeindruckende Münster Modell präsentiert. Es zeigt die Architektur der Stadt in 500-facher Verkleinerung. Es entsteht Platte für Platte und wird mittelfristig die gesamte Innenstadt (vier mal vier Kilometer) bis hin zum Umgehungsstraßenring darstellen: vom Mühlenhof bis zum Zentrum Nord und vom Leonard-Campus bis zum Hafen. Die Stadtwerke Münster sponsern zwei Platten und zwar die Bereiche, die den Hafen betreffen.

Fakten zur Ausstellung
Die Ausstellung wird montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet haben, am Wochenende und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt für Kinder bis 16 Jahre 2,50 Euro, für Erwachsene 3,50 Euro. Inhaber der Stadtwerke PlusCard erhalten 50 Cent Rabatt.

Fakten zum Gebäudekomplex
Der Rhenusspeicher, in dem die Ausstellung eigentlich stattfindet, ist ein ehemaliger Getreidespeicher auf der Südseite des Hafenbeckens in unmittelbarer Nähe der Stadtwerke und dem aus dem Jahre 1962 stammenden Verladekran, dem Wahrzeichen des Münsteraner Hafens. Er wird als hafentypisches erhaltenswertes Gebäude eingestuft. Der Rhenusspeicher schließt sich an den unter Denkmalschutz stehenden Flechtheimspeicher an. Der Flechtheimspeicher ist der ältere und bekanntere Speicher, da seine Fassade das Hafenbecken zugewandt ist. Beide Speicher zusammen gehören den Stadtwerken und umfassen eine Nutzfläche von rund 8.600 Quadratmetern, auf denen einst 12.000 Tonnen Getreide gelagert wurden.