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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

Ein Trinkwasserbehälter am Wasserwerk Hohe Ward während einer Sanierung 2013.

07.07.2015

Münster verschafft sich Abkühlung: mehr Wasser an heißen Tagen

Auch Fotovoltaikanlagen produzieren viel Strom

Etwa 50.000 Kubikmeter Trinkwasser speisen die Stadtwerke an einem normalen Tag ins lokale Wassernetz ein. Die Münsteraner nutzen es zum Duschen, Kochen, Waschen, Putzen, Gießen und natürlich zum Trinken. An den heißen Tagen Anfang Juli jedoch reichte die normale Menge nicht aus. Schon ab Dienstag, 30. Juni stieg die Trinkwassereinspeisung auf über 54.000 Kubikmeter, am Donnerstag, 2. Juli auf 62.000 Kubikmeter und am Freitag, 3. Juli transportierten die Stadtwerke 64.300 Kubikmeter Trinkwasser zu den Münsteraner Haushalten. Diese Steigerung um fast 30 Prozent ist wohl vor allem auf Garten- und Pflanzenbewässerung in den Abendstunden zurückzuführen, außerdem verschaffen sich die Münsteraner häufiger Abkühlung unter der Dusche, dem Rasensprenger oder in Planschbecken.

Dass am Sonntag, 5. Juli mehrere Gewitter Abkühlung verschafften, zeigen auch die Verbrauchswerte: nur noch 47.400 Kubikmeter Trinkwasser nutzten die Münsteraner, für ein Wochenende ein normaler Wert.

Den Großteil des Trinkwassers gewinnen die Stadtwerke in vier Wasserwerken vor Ort: in der Hohen Ward, Hornheide-Haskenau, der Vennheide und Kinderhaus. Dort wird das aus dem Grundwasser gewonnene kühle Nass in großen Trinkwasserbehältern gespeichert. Maximal 24 Stunden bleibt es in den Behältern, bevor es über das mehr als 1.000 Kilometer lange Rohrnetz in die Haushalte gelangt.

Grüner Strom durch die Kraft der Sonne
Für die Fotovoltaikanlagen der Stadtwerke hingegen kann es gar nicht sonnig genug sein. An der größten Anlage auf der Deponie in Coerde sammeln 4.500 Module die Kraft der Sonne und erzeugen daraus Ökostrom. Etwa 7.000 Kilowattstunden (kWh) hat die Anlage seit Montag, 29. Juni tagtäglich produziert. Genug, um zwei Familien ein ganzes Jahr lang versorgen zu können. Auch hier hatte das Sonntagsgewitter Auswirkungen: am 5. Juni waren es noch gerade 3.000 Kilowattstunden grüner Strom, der auf der Deponie erzeugt wurde.