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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

14.02.2013

Höchste Qualität für das Trinkwasser der Stadtwerke Münster

Landwirtschaft und Wasserwirtschaft verlängern Kooperation

Grüne Wiesen, üppig bewachsene Felder und sauberes Trinkwasser tief unter der Erde. Das sind die Ziele der Kooperation von Land- und Wasserwirtschaft in den Wasserschutzgebieten von Münster. Um das Grund- und Oberflächenwasser zu schützen, arbeiten Landwirte, die Wasserwerker der Stadtwerke und ein Gewässerschutzberater seit mehr als zwei Jahrzehnten vertrauensvoll zusammen. Denn es geht um beides: Sauberes Trinkwasser für  Münster sowie eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft vor Ort.

Die Initiatoren der Kooperation haben sich heute auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit für weitere fünf Jahre geeinigt. Die Stadtwerke unterstützen diese Kooperation mit jährlich rund 200.000 Euro. Damit werden beispielsweise die Anschaffung neuer Technik für die Landwirtschaft sowie die Position eines Gewässerschutzberaters  bei der Landwirtschaftskammer finanziert. „Wir haben hier eine Win-Win-Situation“, so Dr. Andreas Hoffknecht, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „Die Kooperation sichert die Qualität des Grundwassers genauso wie den Ertrag der Landwirtschaft. Das haben die vergangenen Jahre gezeigt.“

Die Landwirtschaft ist im Münsterland sehr ausgeprägt und wird auch in den Trinkwasserschutzgebieten Hohe Ward, Hornheide, Kinderhaus und Geist betrieben. Seit ihrer Gründung vor rund 20 Jahren engagiert sich die Kooperation der Land- und Wasserwirtschaft speziell in diesen Gebieten für weniger Nitrateinträge und reduzierter Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. „Die gute Zusammenarbeit zwischen den Landwirten und dem Berater der Wasserkooperation sorgt für den stets effizientesten Einsatz von Düngemitteln. "Wir Landwirte arbeiten in großer Verantwortung für Natur und Umwelt  und dies innovativ und nachhaltig“, so Kreislandwirtin Susanne Schulze Bockeloh.

Insgesamt 86 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften in den vier Wasserschutzgebieten rund 1.500 Hektar Fläche. Die Stadtwerke - als Wasserversorgungsunternehmen -  fördern beispielsweise den Anbau von Zwischenfrüchten, moderne Gülleausbringungstechniken sowie Güllelagerraum. Ebenso den Einsatz neuartiger Düsen zur Vermeidung unerschwünschten Abdrifts von Pflanzenschutzmitteln - vor allem in der Nähe von Gewässern.

Der gezielte Einsatz von Düngemittel wirkt sich gleich dreifach positiv aus: Die Grundwasserqualität steigt, die Landwirtschaft bleibt nachhaltig und wirtschaftlich. Denn auch Mineraldünger ist zu einer kostspieligen Angelegenheit geworden.

„Als Landwirtschaftskammer stehen wir ein für nachhaltige Produktion unter Beachtung des Ressourcenschutzes für Boden, Wasser und Luft. Der Gewässerschutz hat in den Wasserschutzgebieten von Münster besonderen Stellenwert und unsere Fachberatung erfährt seit 20 Jahren hohe Akzeptanz bei den Bewirtschaftern. Es freut mich, dass wir diesen erfolgreichen Weg auch in den kommenden Jahren gemeinsam fortsetzen können“, so Ulrich Bultmann, Geschäftsführer der Kreisstellen Gütersloh, Münster und Warendorf der Landwirtschaftskammer NRW mit Sitz in Warendorf.