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Aktuelle Pressemitteilungen - Gesamt

Stellen den neuen Fahrplan vor: (v. l.): Reinhard Schulte, Dr. Henning Müller-Tengelmann und Michael Milde.

Stellen das Liniennetz mit Ringlinie vor: (v. l.): Michael Milde, Reinhard Schulte und Dr. Henning Müller-Tengelmann.

15.09.2016

Fahrpläne für geändertes Liniennetz jetzt verfügbar

Stadtwerke bitten alle Fahrgäste, ihre Abfahrtszeiten zu prüfen

Wann fährt die neue Ringlinie an meiner Umstiegshaltestelle, wann komme ich mit der Linie 4 nach Gelmer oder mit dem Nachtbus nach Amelsbüren? Seit der Rat der Stadt Münster im Februar mit dem einstimmigen Beschluss zum dritten Nahverkehrsplan den Startschuss für den größten Fahrplanwechsel der letzten zehn Jahre gegeben hat, sind viele Münsteraner bereits gespannt auf die neuen Fahrpläne, die ab Montag, 10. Oktober gelten. „Wir weiten unser Gesamtangebot gezielt aus, bieten unseren Fahrgästen also mehr Fahrten an als bisher schon“, erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. „Zudem werden die Busse stärker nach Nachfrage eingesetzt. Wo viele Fahrgäste den Bus nutzen wollen, fährt er daher in Zukunft häufiger.“

Fahrpläne ab sofort erhältlich
Die neuen Fahrpläne sind ab sofort erhältlich. Am komfortabelsten können sich Fahrgäste im Internet unter www.stadtwerke-muenster.de oder in der kostenlosen münster:app über die neuen Abfahrtszeiten und Linienwege informieren. Dafür kann in der Fahrplanauskunft das Abfahrtsdatum einfach auf den 10. Oktober gestellt werden, so dass die neuen Fahrplandaten angezeigt werden. „Wer bisher am Hauptbahnhof umgestiegen ist, könnte zum Beispiel von der Ringlinie profitieren und ist in Zukunft schneller am Ziel. Auch wer nicht umsteigt, sollte in jedem Fall seine Verbindung überprüfen, da sich Abfahrtszeiten und Linienwege geändert haben können“, so Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke.

Das gedruckte Fahrplanbuch für Münster können sich Interessierte ab sofort in den Stadtwerke-Servicezentren mobilé, CityShop und kostenlos mitnehmen. In den nächsten Tagen ist dieser auch in den zahlreichen Vorverkaufsstellen in Münster und den Stadtteilen erhältlich. Er enthält auch den Liniennetzplan, der die geänderten Linienverläufe übersichtlich zeigt. Zusätzlich legen die Stadtwerke einen Flyer auf, der die größten Änderungen in gebündelter Form enthält und ab sofort erhältlich ist. Zum Fahrplanwechsel erscheint dieser außerdem barrierearm in leichter Sprache.

Einen Gesamtüberblick über die Änderungen bietet der interaktive Liniennetzplan unter www.stadtwerke-muenster.de/liniennetz. Ebenfalls bereits in allen Medien enthalten ist der Winterfahrplan: Mit Ende der Herbstferien am Montag, 24. Oktober verdichten die Stadtwerke vielbenutzte Linien. Unter anderem wird dann die Linie 6 zwischen Hauptbahnhof und Angelmodde Waldsiedlung verstärkt.

Neue Linienführungen kostenlos testen
Mit dem Beginn der Herbstferien am Montag, 10. Oktober setzen die Stadtwerke alle Änderungen im Netz um. Durch die niedrigeren Fahrgastzahlen während der Ferien wird der Übergang zwischen altem und neuem Fahrplan vereinfacht. Eine besondere Überraschung planen die Stadtwerke für Samstag, 15. Oktober: „An diesem Samstag sind alle Fahrten in Münsters Bussen kostenlos, damit unsere Fahrgäste die Verbesserungen selbst erfahren können, sei es für eine Fahrt zum Shoppen in die Innenstadt, zur Erholung in die Rieselfelder oder um die Ringlinie auszuprobieren“, sagt Dr. Henning Müller-Tengelmann.

Dritter Nahverkehrsplan der Stadt Münster
Die Grundlage des Fahrplanwechsels ist der dritte Nahverkehrsplan für die Stadt Münster, mit dessen Aufstellung die Stadt auch gesetzlichen Vorgaben nachkommt. Dafür haben die Experten im Stadtplanungsamt zusammen mit den Stadtwerken die Veränderung in der Siedlungsstruktur und ÖPNV-Nutzung der Münsteraner genauso betrachtet wie aktuelles Angebot und Nachfrage. Zahlreiche daraus abgeleitete Maßnahmen werden nun zum 10. Oktober umgesetzt und sorgen für Verbesserungen. Besonderes Augenmerk haben die Planer darauf gelegt, die Fahrgäste mit einzubeziehen: „Nachdem der erste Entwurf stand, haben wir diesen unter anderem in Bezirksvertretungen sowie auf Bürgerinformationen in allen Stadtbezirken vorgestellt. Aus dieser umfangreichen Bürgerbeteiligung sind etwa 140 Anregungen eingegangen, die alle geprüft und wenn möglich auch umgesetzt wurden“, so Michael Milde, Abteilungsleiter für Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt.

Der Nahverkehrsplan gilt als die Blaupause für den Bus- und Bahnverkehr in Münster und hat eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren. Das 160-Seiten-Werk regelt so verbindlich Umfang und Gestaltung des Liniennetzes, behandelt tarifarische Fragen und setzt Qualitätsstandards, die Busse, Fahrer und Infrastruktur in Münster erfüllen müssen.

„Nach dem Start des optimierten Liniennetzes werden Stadtwerke und Planungsamt alle Änderungen bewerten und versuchen weitere Verbesserungspotenziale zu erkennen und umzusetzen“, erklärt Milde das weitere Vorgehen der Partner. „Auch der dritte Nahverkehrsplan ist kein starres Planwerk, sondern wird in den kommenden Jahren auf wesentliche Änderungen im Verkehrsgeschehen dynamisch reagieren können.“

 Hintergrund: Das sind die wichtigsten Änderungen

Wichtigste Änderung für die Münsteraner ist die Ringlinie. Diese fährt den gesamten Innenstadtring in beide Richtungen ab und bindet auch den Regional- und Zugverkehr am Hauptbahnhof an. An den Hauptverkehrsstraßen aus den Stadtteilen können Fahrgäste auf die neue Linie umsteigen, wenn sie nicht direkt in die Innenstadt möchten. Sie sparen dadurch Fahrtzeit und kommen schneller an ihr Ziel. Im Uhrzeigersinn verkehrt die Ringlinie als 34, gegen den Uhrzeigersinn als 33.

Zudem werden Strecken mit hoher Fahrgastnachfrage verstärkt. So ist die Linie 5 zwischen Berg Fidel und Hauptbahnhof über Friedrich-Ebert-Straße in Zukunft alle 10 Minuten und damit doppelt so häufig unterwegs. Auf der Grevener Straße in Richtung Kinderhaus fahren die Linien 15 und 16 ab Oktober ebenfalls gemeinsam einen echten 10-Minuten-Takt und bieten den Anwohnern damit noch bequemere Verbindungen. Das Gewerbegebiet am Nienkamp wird mit der Linie 17 über die Umweltspur durch den Wienburgpark direkt an den Bahnhof Zentrum Nord angebunden.

Nicht zuletzt schaffen die Stadtwerke auch neue Stadtteilverbindungen. Zwischen Wolbeck und Hiltrup fuhren bisher nur anmeldepflichtige Taxibusse. Dank guter Fahrgastnachfrage fährt in Zukunft stündlich ein Kleinbus der Linie 18 ohne Voranmeldung zwischen dem Wohngebiet Am Borggarten und dem Wolbecker Ortskern über Hiltruper Straße, Osttor und Hülsebrockstraße zum Hiltruper Schulzentrum, dem Hallenbad und der Hansestraße. Die Linie 4 bildet zudem eine neue, stündlich bediente Stadtteilverbindung zwischen Mariendorf und Handorf bis zum Waldfriedhof Lauheide.

Auch dort, wo nur wenige Fahrgäste unterwegs sind, haben die Stadtwerke Änderungen vorgenommen. So wird Handorf während der Hauptverkehrszeiten weiterhin alle 10 Minuten durch die Linien 2 und 10 angebunden, hinzu kommt in dieser Zeit mit den stündlichen Fahrten der Linie 4 sogar eine zusätzliche Verbindung. Nur während der schwach ausgelasteten Zeiten am Vormittag und frühen Abend endet die Linie 2 bereits an der Oderstraße bzw. Danziger Freiheit. Dann fährt die Linie 10 alle 20 Minuten nach Handorf. Der nördlichste Stadtteil Sprakel wird während der Hauptverkehrszeit von der Linie 9 alle 20 Minuten angebunden. Zudem verbindet die Kleinbuslinie 19 Sprakel jede Stunde mit Kinderhaus, wo Anschluss an die Linie 9 in die Innenstadt besteht,  und Coerde. Zusätzlich fahren pro Stunde weiterhin zwei Züge vom Bahnhof Sprakel in schnellen 10 Minuten zum Hauptbahnhof. 

Im Nachtnetz gibt es in Zukunft mit der N85 eine durchgehende Linie zwischen Wolbeck, Hafen, Innenstadt und Nienberge. Aufgrund der auf dieser Verbindung besonders hohen Fahrgastnachfrage fährt die Linie zwischen Hafen und Gievenbeck Freitag- und Samstagnachts bis Mitternacht alle 15 Minuten und nach Mitternacht alle 35 Minuten, also doppelt so häufig wie bisher. Außerdem erhalten alle Nachtbuslinien in den Nächten von Mittwoch auf Donnerstag eine zusätzliche Abfahrt um 2:25 Uhr am Hauptbahnhof. An den anderen Wochentagen findet die letzte Abfahrt der Nachtbusse ab Hauptbahnhof wie bisher um 1:15 Uhr statt. An Wochenenden und vor Feiertagen fahren die Nachtbusse durchgehend.

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