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Aktuelle Pressemitteilungen - Bereich Energie

Den Nagel mit wenigen Schlägen in den Dachbalken geschlagen (v. l.): Detlev Kracht, Klaus Specker, Dr. Dirk Wernicke und Architekt Dirk Landwehr

Animation des Neubaus mit der Verbundleitstelle mittig auf dem Bestandsgebäude. (©Trapez Architektur)

07.07.2017

Richtfest der neuen Verbundleitstelle für die Energie- und Wassernetze

Neue Netzleittechnik für Herausforderungen der Energiewende gerüstet

Mit wenigen Hammerschlägen, den besten Wünschen und „des Handwerksstandes Stolz und Zier“ hat Polier Klaus Specker zusammen mit Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster und Detlev Kracht, Hauptabteilungsleiter Planung, Bau, Betrieb Netze und Wasserwerke, zum Richtfest einen Nagel ins Gebälk der neuen Verbundleitstelle geschlagen.

Über 6.700 Kilometer Strom-, Gas-, Fernwärme- und Trinkwasserleitungen, die die Stadtwerke-Tochter münsterNETZ in der Domstadt betreibt, sowie die Trinkwasser-Aufbereitungsprozesse werden in der neuen Verbundleitstelle überwacht und gesteuert. „Die Versorgung einer Großstadt von mehr als 300.000 Einwohnern mit Energie und Trinkwasser ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, in die wir investieren“, erläutert Dr. Dirk Wernicke. Detlev Kracht ergänzt: „Den Netzen wird mit der Energiewende immer mehr abverlangt, somit wachsen auch die Anforderungen an Netzleittechnik und deren Sicherheit rasant. In der neuen Verbundleitstelle erfüllen wir dieses beispielhaft.“


Durch die gemeinsame Führung der Strom-, Gas- und Fernwärmenetze sowie zusätzlich des Trinkwassernetzes in einem gemeinsamen Netzleitsystem ist die Zukunftsfähigkeit der Verbundleitstelle auch dann gesichert, wenn Elektrizitäts- und Wärmeversorgung durch die Energiewende immer stärker zusammenwachsen: „Durch die sogenannte Sektorenkopplung können wir Synergieeffekte insbesondere bei der Integration der erneuerbaren Energien erzielen“, erklärt Dr. Dirk Wernicke. 

Fertigstellung bis Ende 2018
Bis die Leitstelle Ende 2018 in Betrieb genommen wird, werden in dem Gebäude 1.500 Tonnen Beton verbaut und 130 Kilometer Kabel, Leitungen und Glasfaser gezogen. Dabei legen die Stadtwerke viel Wert auf Redundanzen: Alle wichtigen Systeme und Versorgungsanbindungen sind doppelt abgesichert, um auch bei technischen Störungen arbeitsfähig zu bleiben. „Gleichzeitig ist die neue Leitstelle dafür gerüstet, Dienstleitungen für Partner anzubieten, die unsere Kompetenz und Technik nutzen wollen“, so Dr. Dirk Wernicke. Die Mitarbeiter der Leitstelle übernehmen die Netzführung und sorgen so jederzeit für eine sichere Energie- und Wasserversorgung. Bei Versorgungsunterbrechungen koordinieren sie den Entstörungseinsatz, um Energie und Wasser schnellstmöglich wieder fließen zu lassen.


Über sieben Millionen Euro investieren die Stadtwerke Münster in den Bau der Verbundleitstelle und die komplette Erneuerung der Netzleittechnik. Um wirtschaftlich zu bauen, wird ein bereits vorhandenes Gebäude, das früher die Rauchgas-Reinigungsanlage für das ehemalige Kohlekraftwerk beherbergt hat, umfunktioniert. Das Gebäude wird aufgestockt und erhält ein neues Obergeschoss, in dem sich die Leitstelle, die Meldestelle sowie Büros für mehr als 30 Mitarbeiter der Netzführung befinden. 


Trennung von Neu- und Altbau
Als Architekt hat sich das Büro Trapez Architektur / Dirk Landwehr durchgesetzt, das bereits breite Erfahrungen im Bau von Leitstellen hat. „Die architektonische Idee ist es, Neu- und Altbau deutlich voneinander zu trennen und die Leitstelle in ihrem Kontext ablesbar zu machen. Die leichte Drehung des Neubaukörpers integriert den Eingangsbereich in den Gebäudekomplex und optimiert zudem den Ausblick von der Leitstelle aus“, so Architektin Nele Beiss von Trapez Architektur.