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Aktuelle Pressemitteilungen - Bereich Energie

Mit einem speziellen Endoskop untersuchen Techniker eine Gasturbine im GuD-Heizkraftwerk der Stadtwerke am Hafen.

13.07.2017

Große Revision im GuD-Heizkraftwerk der Stadtwerke am Hafen

Leittechnik wird erneuert, Turbinen geprüft

Zwölf Jahre lang war das GuD-Heizkraftwerk der Stadtwerke fast permanent in Betrieb und hat Fernwärme und Strom für Münsters Haushalte erzeugt. In diesem Sommer stehen die Turbinen jedoch still: weil die Fernwärme-Hauptleitung zwischen Kraftwerk und Stadtnetz erneuert wird, wurde das Kraftwerk abgeschaltet. Diese Pause nutzen die Stadtwerke, um die Technik fit zu machen für die nächsten Jahre: 20 Prozent der in Münster benötigten Raumwärme kommt aus dem Hafen.

So wird die Kraftwerksleittechnik komplett erneuert, die dafür sorgt, dass die Mitarbeiter im rund um die Uhr besetzen Leitstand alle notwendigen Daten erhalten und die Anlage jederzeit steuern können. Die neue Leittechnik unterstützt auch die Digitalisierung des Betriebes indem zum Beispiel Betriebsdaten an die Instandhaltung übertragen werden, um die Wartung zeitoptimal zu steuern. Dafür werden in den nächsten Wochen nicht nur die Computer des Leitsystems selbst ausgetauscht, sondern auch die zentralen Steuerungsbaugruppen in den Schaltschränken sowie die Kontrollmonitore im Leitstand ersetzt.

Auch den Turbinen rücken die Techniker zu Leibe und haben deren Verkleidung geöffnet, um ins Innere der Maschinen zu gelangen. Dort untersuchen sie mit speziellen Endoskopen jeden Hohlraum und Winkel der Dampfturbine sowie der zwei Gasturbinen, die aufgebaut sind wie Flugzeug-Triebwerke. Auch die großen Fernwärmeumwälzpumpen sind außer Betrieb und werden geöffnet. Normalerweise sorgen sie dafür, dass bis zu 2,8 Millionen Liter Fernwärmewasser pro Stunde durch das Rohrnetz bis nach Gievenbeck, Angelmodde, Mecklenbeck und Coerde gelangen.

Während der Arbeiten kommt die Wärme für Münster aus anderen Heizwerken, unter anderem aus dem Heizwerk der Westfälischen Wilhelms-Universität am Coesfelder Kreuz. Bis Ende Juli liegt das Kraftwerk noch im Dornröschenschlaf. Nach Abschluss der Leitsystem-Erneuerung und der großen Revision wird es wieder angefahren und steht bereit, Wärme und Strom zu liefern, wenn nach Ende der Arbeiten an der Fernwärme-Hauptleitung im Herbst die Tage wieder kürzer und kälter werden.