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Aktuelle Pressemitteilungen - Bereich Energie

Gemeinsam für effizienteres Licht in der Stadt: Das Projektteam des Tiefbauamts und der Stadtwerke Münster, bestehend aus Andreas Groot-Körmelink, Ulrich Zelke und Stefan Janssen (alle Tiefbauamt) sowie Andreas Wienströer, Christian Albrecht und Ernst Wiesmann (alle Stadtwerke Münster).

16.11.2017

Deutsche Energie-Agentur nominiert „Bewegtes Licht“ aus Münster

Stadtwerke und Stadt überzeugen mit intelligenter Beleuchtung 

Für die bewegungsgesteuerte Beleuchtung eines Geh- und Radwegs in Wolbeck sind die Stadtwerke Münster und das Tiefbauamt der Stadt beim Kongress der Deutschen Energie-Agentur dena für den Publikumspreis nominiert. Im Rahmen des dena-Kongress werden beim „Energy Efficiency Award“ (Energieeffizienzpreis) nationale und internationale Projekte prämiert, die in besonderem Maße zu einem zukunftsfähigen, integrierten Energiesystem beitragen. Der Publikumspreis wird am 20. November von Fachleuten erstmalig vergeben. Das Projekt aus Münster tritt gegen eine Brauerei und einen Hersteller von Rollläden an.

Die simple Idee von Stadt und Stadtwerken: Licht soll nur dort und dann eingesetzt werden, wo und wenn es auch gebraucht wird. Die Stadtwerke Münster und das Tiefbauamt hatten im November 2016 einen knapp 700 Meter langen Abschnitt eines Geh- und Radwegs in Wolbeck zur Teststrecke für das bewegte Licht umgerüstet. Die dortigen Straßenlaternen wurden mit LED-Technik und Bewegungssensoren ausgestattet. In der Dunkelheit leuchten die Laternen nur mit 10 Prozent Leistung. Wenn sich Fußgänger oder Radfahrer nähern, wird das Licht 60 Meter im Voraus automatisch hochgedimmt. So konnten Energieverbrauch und -kosten der zwölf Laternen auf der Strecke um 70 Prozent verringert und die Lichtverschmutzung reduziert werden.

Wissenschaftlich begleitet hat das Projekt der Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster, unter anderem wurden die Nutzer des Weges befragt. Die Resonanz ist überwiegend positiv: „Ich fühle mich sicherer, der Weg erkennt mich“, lobte einer der Befragten das Konzept.

Das Potenzial für den Klimaschutz ist groß: Rund 4.000 Leuchtpunkte entlang von Münsteraner Gehwegen und in Gewerbegebieten kommen für Bewegungssteuerung in Frage. Durch eine Umstellung würden jährlich mehr als 350 Tonnen klimaschädliches CO2 vermieden und mehr als eine halbe Million Kilowattstunden Energie gespart. Im nächsten Schritt wird das System in einem Wohngebiet getestet und dort komplexere Anforderungen zu bewältigen haben.