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Gymnasium Wolbeck

Kaffeepulver als Methanfilter

Projektbetreuerin   
Annette Kienert

 

Projektteilnehmer (15 Jahre, Klasse 9)
Mats Pierzyna, Lukas Meiritz

 

 

 

 

Projektbeschreibung

Da Methan ein extrem schädliches Klimagas ist, wollten wir ein Prinzip entwickeln, mit dem wir Methan aus der Luft adsorbieren können. Dafür haben wir erst einmal recherchiert, wobei wir auf einen englischsprachigen Artikel stießen, der erklärte, wie man bereits gebrauchtes Kaffeepulver aufbereiten könnte, sodass es Methan adsorbiert. Zunächst sind wir dieser Anleitung Schritt für Schritt bestmöglich gefolgt. Erst mussten wir das Wasser aus dem Kaffeepulver entfernen. Als nächstes vermischten wir das trockene Kaffeepulver mit einer Kalilauge. Dies erhitzten wir dann unter Rühren auf 65°C.
Um mit einem Gaschromatographen (GC) testen zu können, ob das behandelte Kaffeepulver tatsächlich Methan filtern kann, bauten wir Filter, bestehend aus dem Kaffeepulver in einem Glasröhrchen. Die Öffnungen schlossen wir mit Stopfen mit Löchern, durch die wir Methan durch den Filter pressen können. Es dauerte eine Weile, bis wir die passenden  Einstellungen für unseren GC gefunden hatten. Um erste Vergleichswerte zu bekommen, führten wir zunächst Messungen mit Erdgas, gefiltertem Erdgas und echter Kuhstallluft durch. Um aussagekräftigere Messergebnisse zu erhalten, entschieden wir uns schließlich für die Weiterarbeit mit Erdgas. Bereits der erste Test zeigte, dass in den gefilterten Gasen tatsächlich weniger Methan vorhanden war als vor dem Filtern. Um die Effizienz und Langzeiteffekte zu untersuchen,  führten wir bereits weitere Tests mit unterschiedlichen Kaffeefiltern durch.
Wir werden auf jeden Fall weiter an unserem Methanfilter arbeiten und schauen, wo und wie wir diesen in seiner Effizienz noch verbessern können. Falls alles richtig funktioniert, möchten wir unseren Filter irgendwann wieder mit echter Stallluft testen, um zu schauen, ob unsere Idee in der Realität überhaupt möglich ist. Wenn man dann Methanfilter in die  Belüftungssysteme der Ställe bauen könnte, könnte man verhindern, dass der Methangehalt in der Atmosphäre weiterhin so rapide steigt und somit das Klima schützen.