Die Frage nach dem E auf dem Kennzechen

Veröffentlicht von am 10.11.2020 (Keine Kommentare)
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Das E-Kennzeichen ist Elektroautos vorbehalten

Habt ihr es schon bemerkt: Immer mehr Elektroautos haben auf ihrem Kennzeichen ein E hinter der Nummer und weisen sich damit als E-Fahrzeug aus. Das ist zum Beispiel bei den LOOP-Kleinbussen so. Bei den großen Elektrobussen, die in Münster unterwegs sind, sieht das allerdings anders aus.

Immer wieder mal hören wir die Frage, warum es diesen Unterschied gibt und was das E auf dem Kennzeichen eigentlich bringt. Die Antwort gibt es hier.

Mit oder ohne E?

Die Kennzeichen der E-Busse haben kein E

MS ST 224E, so steht es auf dem Nummernschild eines LOOP-Kleinbusses. Das E zeigt an: Hier handelt es sich um ein Elektrofahrzeug. Dabei kann es sich sowohl um ein reines Elektroauto handeln, das Strom in Batterien speichert, um ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug, das ebenfalls an Ladesäulen angeschlossen werden kann, aber auch einen herkömmlichen Motor besitzt, der zur Stromerzeugung genutzt wird, oder auch ein Fahrzeug mit Wasserstofftank und Brennstoffzelle, in der Strom an Bord erzeugt wird. Alle diese E-Fahrzeuge haben eines gemeinsam: Angetrieben werden sie von Elektromotoren.

Wir haben alle diese Typen im Fuhrpark, vom kleinen Smart bis zum elektrischen Gelenkbus. Manche haben ein E im Kennzeichen, manche – wie unsere Elektrobusse – sind ohne E unterwegs. Warum das so ist?

Auch ohne E-Kennzeichen sind die E-Busse als solche erkennbar

Der Grund ist eigentlich ganz profan: Die Kennzeichen unserer Busse gleichen der Wagennummer. Der Elektrobus mit der Wagennummer 2075 hat also das Kennzeichen MS ST 2075. Da in der Wagennummer Baujahr und Bustyp codiert sind (lest hier, was die Wagennummer bei den Bussen bedeutet), erkennt unsere Werkstatt sofort, um welchen Typ es sich handelt, egal, ob jemand das Kennzeichen oder die Wagenummer benutzt. Bei MS ST und einer vierstelligen Nummern ist aber auf Nummernschild nicht mehr genug Platz, um das E noch hinzuzufügen. Daher lassen wir es hier weg – immerhin fallen die E-Busse auch so ins Auge und sind gut als Elektrofahrzeuge erkennbar. Bei den LOOPs, wo das E aufs Kennzeichen passt, kommt es allerdings auch drauf.

Das bringt das E-Kennzeichen

Busspuren enden häufig mit Busampeln

Das E-Kennzeichen wird ganz normal bei der Zulassung beantragt und kann verschiedene Vorteile mit sich bringen. Welche genau, das bestimmt jede Gemeinde für sich, in Münster sind derzeit keine Vorteile mit dem Kennzeichen verbunden.

Möglich ist es, Parkerleichterungen für E-Autos zu schaffen sowie Busspuren für E-Autos freizugeben. Beide Vorteile wären für unsere Busse ohnehin nicht sonderlich interessant. Parken tun unsere Busse nachts im Busdepot und an den entsprechenden Endhaltestellen dürfen sie auch stehen, um ihren Ökostrom nachzuladen. Nunja, und Busspuren… die dürfen die Busse auch nutzen.

Wir sind aber ganz froh darüber, dass dieses Privileg in Münster den Bussen vorbehalten bleibt. Denn Busspuren enden häufig mit Busampeln und Busschleusen, die normale Autofahrer gar nicht lesen können. Wer etwas dazu lernen möchte: Hier lest ihr, was die Signale an den Busampeln bedeuten.

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