Busfahren leicht gemacht, Teil 2: Mythen des Busfahrens

Veröffentlicht von am 26.10.2015 (2 Kommentare)
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Bus Landesmuseum

Der ein oder andere Mythos über das Busfahren wird hier aufgeklärt

Busfahren – das kann doch jeder! Oder? In dieser Serie erklären wir Situationen, die regelmäßig zu Missverständnissen führen und dann zu Beschwerden werden. Deswegen geben wir Euch einige Tipps, die das Busfahren leichter machen.

Letztens im Bus:

„Wusstest du, dass der Busfahrer die dritte Tür ganz hinten gar nicht auf- und zumachen kann?“

„Ach Quatsch, der kann alle Türen steuern. Mit diesen Tasten neben dem Lenkrad!“

Stimmt`s oder ist das wirklich Quatsch? Wir sind den häufigsten Mythen rund ums Busfahren auf die Spur gekommen…

Die dritte Tür

Dritte Tür

Ob sich die dritte Bustür öffnet, entscheiden die Fahrgäste selbst.

Es stimmt! Unsere Busfahrer öffnen und schließen zwar die erste und zweite Tür ferngesteuert – von ihrer Fahrerkabine ganz vorne im Bus. Das gilt aber nicht für die dritte Tür, die sich bei Gelenkbussen ganz hinten befindet. Unsere Busfahrer können sie zwar entriegeln aber nicht steuern. Warum? Die dritte Tür sehen unsere Busfahrer nicht im Rückspiegel. Sie erkennen nicht, ob ein Fahrgast an der Tür lehnt und beim Öffnen vielleicht herausplumpsen würde. Deshalb öffnet ihr die dritte Tür beim Ausstieg selbst. Dafür drückt ihr auf den Türöffner, der sich innen und außen auf der rechten Seite der dritten Tür befindet. Das Gleiche gilt übrigens auch für die vierte Tür unserer niegelnagelneuen Busse, die vier statt wie den bisherigen Gelenkbussen drei Türen haben und seit Mitte Oktober in Münster unterwegs sind.

„Wer zuerst kommt…“

Kinderwagen

Wir freuen uns, wenn Fahrgäste mit intaktem Fahrrad Platz für Kinderwagen oder Rollstühle machen.

Viele Fahrgäste gehen davon aus, dass die Busse einen Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen immer mitnehmen müssen. Sie glauben, dass Fahrgäste mit einem Fahrrad sogar aussteigen müssen, um Platz für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen zu machen. Das ist aber nicht richtig. Auch wenn es im Einzelfall ärgerlich ist und als ungerecht empfunden wird: Für die Abstellfläche im Bus gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt…“. Niemand möchte gerne vor seinem Fahrtziel aussteigen müssen, weil ein anderer Fahrgast denselben Platz im Bus beansprucht.

Wir freuen uns aber natürlich, wenn ihr mit intaktem Fahrrad euren Platz den Menschen anbietet, die mit Kinderwagen oder Rollstuhl ansonsten auf den nächsten Bus warten müssten. Damit es soweit erst gar nicht kommt, haben übrigens schon 85 Prozent unserer Busse gleich zwei Abstellflächen für Kinderwagen, Rollstühle, Rollatoren und Co. Auch hier findet ihr in den ganz neuen Bussen noch mehr: Dort gibt es an der dritten Tür eine weitere Multifunktionsfläche.

Kein „Coffee to drive“!

Der morgendliche Coffee-to-go-Becher vieler Fahrgäste darf leider in unseren Bussen nicht mitfahren. Damit möchten unsere  Busfahrer euch nicht ärgern, sondern vor brühend heißem Kaffee auf der Haut schützen. Denn: Ein kleiner Druck auf den Pappbecher reicht und der Kaffee verteilt sich auf der eigenen Hose oder den Beinen des Sitznachbarn. Muss der Busfahrer kräftig bremsen, fliegt der Kaffee im hohen Bogen durch den Bus und kann so zu schmerzhaften Verbrennungen führen. Wer auf seinen Kaffee für unterwegs nicht verzichten will, dem empfehlen wir einen Thermobecher mit Schraubverschluss – für sicheres Busfahren und langanhaltend heißen Kaffeegenuss 🙂

2 Kommentare

  1. Tobias Rockel
    10. Januar 2018

    Geht die Tür vorne immer auf auch wenn man hinten rausgeht oder nur wenn man sie gezielt aufmacht?

    Antworten

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