Gemeinsam für Münsters schnellstes Netz

Veröffentlicht von am 17.08.2020 (26 Kommentare)
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Das Bild zeigt die beiden Geschäftsführer beim Faustgruß.

Im Juli unterzeichneten Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom (links), und Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Stadtwerke-Geschäftsführung, einen Letter of Intent zum Glasfaserausbau in Münster.

Ohne wirklich schnelles Internet keine Digitalisierung. Damit Münster den Anschluss nicht verliert, machen wir künftig gemeinsame Sache mit der Deutschen Telekom und beschleunigen den Glasfaserausbau ab kommendem Jahr deutlich: Gemeinsam wollen wir Münster bis zum Jahr 2030 großflächig mit schnellem FTTH-Glasfaserinternet versorgen. Hand in Hand ermöglichen wir 160.000 Haushalten in Münster Anschluss an Münsters schnellstes Netz. Als Infrastrukturpartner bauen wir die Datenleitungen und die Telekom schickt die Bits und Bytes hindurch. 

Schnelles Internet ist moderne Daseinsvorsorge

Infrastruktur erleichtert allen von uns das Leben Tag für Tag, Beachtung findet sie aber nur selten. Erst, wenn mal der Strom ausfällt oder ein Wasserrohr bricht, erinnern sich viele an den Wert der unscheinbaren Rohrleitungen, die so viel zu unserer Lebensqualität beitragen. Im Regelfall erledigen Versorgungsnetze ihre lebenswichtige Arbeit vollkommen im Verborgenen, gut geschützt unter Asphalt- und Pflasterdecken. Wir finden: Zur modernen Daseinsvorsorge gehört wirklich schnelles (Glasfaser-)Internet genauso wie Strom, Wärme und Wasser sowie übrigens auch klimaschonende Mobilität.

Genau das ist Kern unserer Kooperation: eine Partnerschaft für Infrastruktur. Das bedeutet: Wir schaffen in der Stadt gemeinsam ein komplett neues Versorgungsnetz und schließen daran binnen zehn Jahren rund 40.000 Gebäude an. Wir verbinden die münsterschen Haushalte digital mit der großen weiten Welt – und zwar blitzschnell und bis in die Wohnung (FTTH).

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme von Glasfaserkabeln

Diese feinen Röhren transportieren riesige Datenmengen blitzschnell. Wir wollen sie in rund 40.000 Gebäude in Münster ziehen.

Dabei bringt jeder Partner seine Stärken zugunsten der Münsteranerinnen und Münsteraner ein: Die Stadtwerke Münster und münsterNETZ bringen die Glasfaserkabel in den Boden und ins Haus – im Bau von Versorgungsnetzen kennt sich unsere Tochtergesellschaft münsterNETZ schließlich bestens aus. Die Telekom wiederum pachtet das Netz langfristig und bringt das Licht in die Glasfasern – sie übernimmt den so genannten aktiven Netzbetrieb

Offenes Netz für alle

Wir sind im Glasfaserausbau bereits seit 2017 aktiv und sind im Kreuzviertel seit letztem Jahr online. Dieses Jahr biegt auch das Hansaviertel auf der Datenautobahn auf die Überholspur ab. In Amelsbüren läuft der Ausbau derzeit an und die Vorbereitung für den Anschluss der „Weißen Flecken“ im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband laufen auf Hochtouren. Warum jetzt eine neue Kooperation?

Nun, einerseits haben sich unsere Ziele weiterentwickelt, sind ambitionierter geworden: Wir wollen großflächig und deutlich schneller für Glasfaser-Anschlüsse sorgen. Andererseits wollen wir unser Netz bestmöglich auslasten. Damit ein Glasfasernetz für uns wirtschaftlich ist, müssen sich möglichst viele Menschen sich für die Glasfaser entscheiden und einen Glasfaservertrag abschließen. Das geht mit den gesammelten Kräften vieler besser als allein – nämlich in einem offenen Netz („Open Access“ im Fachjargon), in dem zahlreiche Anbieter unterwegs sind und nicht nur ein Platzhirsch. Deswegen gehören zu fast jedem Glasfaserprojekt bundesweit Vorvermarktungsphasen, in denen die Anwohnerinnen und Anwohner von den Vorteilen der neuen Technik und einem Technologiewechsel überzeugt werden müssen. Schließlich geben die Unternehmen für den Netzbau hohe Summen aus.

Schulterschluss für Glasfaser in Münster: Für Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk ist der Glasfaserausbau eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die Stadt und unser Unternehmen.

Freie Anbieterwahl und Vorvermarktungen planen wir auch für unser künftiges magenta-blaues Netz: Nach dem Open-Access-Prinzip wird jeder Internet-Anbieter künftig seine Dienste in unserem Netz anbieten können, nicht nur die Stadtwerke Münster und die Telekom. Außerdem werden wir gemeinsam mit der Telekom in Vorvermarktungsphasen um Glasfaserverträge werben – und vielleicht schließen sich noch weitere Anbieter an. Für die Vorvermarktung gilt dann: Jeden Glasfaservertrag, der in der Vorvermarktungsphase egal bei welchem Anbieter abgeschlossen wird, verstehen wir als Votum für den Ausbau. Jeder Vertrag zählt in die Vorvermarktungsquote mit ein und macht einen Glasfaserausbau wahrscheinlicher.

Ein Win-Win-Win-Modell

Screenshot einer Twitternachricht mit einem Foto: Heute verkündigen wir die Kooperation mit den Stadtwerke Münster zum Glasfaserausbau in Münster (Daumen hoch-Emoji). Zukunftstechnologie und noch mehr Speed Münsteraner und MÜnsteranerinnen. Zu solchen terminen fährt man hier natürlich mit dem Fahrrad. Das Foto zeigt ein Selfie von Herrn Hagsihl mit Fahrrad am Aasee.

Auch bei der Telekom ist die Vorfreude auf die Zusammenarbeit groß.

Dieses Modell hat mehrere Vorteile: Wir ziehen gemeinsam an einem (Glasfaser-)Strang und sichern gleichzeitig die Anbietervielfalt und Wahlfreiheit für alle, die das Glasfasernetz nutzen wollen. Das Glasfasernetz bleibt in kommunaler Hand, so dass künftige Gewinne aus diesem Bereich über unsere Ausschüttungen in den städtischen Haushalt fließen und nicht an einen anonymen Investor. Außerdem müssen wir die hohen Investitionssummen für den Netzbau nicht allein schultern, wir teilen sie uns mit einem Schwergewicht auf dem Telekommunikationsmarkt.

Und last but not least: Das schnelle Glasfasernetz kommt nach Münster! Wir freuen uns darauf.

Infos zu unserer Partnerschaft findet ihr übrigens auch im Telekom-Blog.

26 Kommentare

  1. Thomas Schmidt
    4. Januar 2022

    Werte Frau Schmess, mich würde interessieren, wie viele Glasfaseranschlüsse in Prozent im Kreuzviertel nicht (!) genutzt werden. Ich gehe hier von einem sehr hohen Prozentsatz aus.
    Also brachliegende, nicht genutzte und öffentlich finanzierte (eventuell sogar aus öffentlichen Mitteln wie Steuergeldern) Lichtwellenanschlüsse.
    Auch habe ich heute mit der Beratungshotline der Stadtwerke telefoniert. Hier ist von einer Kooperation im Innenstadtbereich mit der Telekom in Gänze überhaupt keine Rede… dies ist wohl nur (!) für den Außenbereich der Stadt Münster geplant… Diese Aussage ist in vieler Hinsicht schade. Rein politisch betrachtet kenne ich einige Bürger, die sehr gerne Glasfaser über die Stadtwerke Münster nutzen und bezahlen (!) würden, jedoch das doch sehr gute Telekom Magenta TV mit all seinen Vorteilen nutzen möchten. Das würde man dann ein sog, WIN – WIN Situation nennen…

    LG Thomas Schmidt

    Antworten
    • Lisa Schmees
      10. Januar 2022

      Lieber Herr Schmidt,
      auf Magenta TV müssen Sie auch im Stadtwerke-Glasfasernetz nicht verzichten. Die Telekom bietet Magenta TV mittlerweile auch unabhängig vom Internet-Provider an. Sie können es also separat buchen.
      Die Aussage der Hotline kann ich nicht nachvollziehen. Im Außenbereich setzen wir aktuell im Auftrag und gefördert von Bund, Land NRW und Stadt Münster das Bundesförderprogramm Breitband um, das die weißen Flecken von der deutschen Internetlandkarte tilgen soll. Dies sind rund 2.000 Adressen im Stadtgebiet. Dieses Projekt ist völlig unabhängig von der Telekom-Kooperation. Die Glasfasernetze im Kreuz- und Hansaviertel sowie Amelsbüren werden, wie bereits geschrieben, in den kommenden Jahren in die Telekom-Kooperation überführt.
      Viele Grüße
      Lisa Schmees

      Antworten
  2. Bernhard
    10. Dezember 2021

    Hallo Glasfaser-Team,

    ich wohne in Amelsbüren und bekomme in Kürze einen GF Anschluß, der im Mai 2019 vorvermarktet wurde.
    Seinerzeit sprach noch keiner von einer Zusammenarbeit mit der Telekom.
    Aktuell stellt sich dann folgende Frage:
    Ich bin seit langem Telekom-Kunde und wechsle nun vertraglich, aufgrund der Vorvereinbarung, zu den STWMS (inkl. der versprochenen Rabatte). Mein zukünftiger „aktiver Netzbetreiber“ ist dann scheinbar doch wieder die Telekom… Warum dann dieses vertragliche Hin- und Her? Könnte man dann nicht direkt alles so lassen wie vorher und lediglich buchtechnisch Angebote der beiden Player angleichen, anstatt den Telekom-Vertrag zu kündigen, den STWMS-Vertrag anlaufen zu lassen und die Technik dann doch wieder von der Telekom zu nutzen?
    Ich stelle mir gerade vor, bei Störungen meinen neuen Vertragspartner STWMS anzusprechen, der aber gar keine Ahnung von „aktivem Netzbetrieb“ hat und mich dann wahrscheinlich zur Telekom schickt, die (mal mehr mal weniger) aktiven Netzbetrieb managen können, aber (..weil nicht mein Vertragspartner…) mich wieder zu STWMS schicken, die dann aber nicht wissen was zu tun ist, da nur geübt mit „passivem Netzbetrieb“…
    Ich befürchte da schon etwas größere Unstimmigkeiten zu meinem Nachteil…
    Wie muss ich das einschätzen?

    Danke!

    Antworten
    • Lisa Schmees
      14. Dezember 2021

      Hallo Bernhard,

      es ist in der Telekommunikationsbranche ganz üblich, dass spezialisierte Partner für Bau und Betrieb des Netzes zusammenarbeiten. Nutzer bekommen von dem, was „hinter den Kulissen“ zwischen aktiver und passiver Technik läuft, in der Regel gar nichts mit. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen vom Glasfaserteam hast du nur einen Ansprechpartner und eine Telefonnummer für den Störungsfall.
      In Amelsbüren bauen wir nicht gemeinsam mit der Telekom aus, sondern als eigenwirtschaftliches Stadtwerke-Projekt. Auch für den Betrieb des Amelsbürener Glasfasernetzes arbeiten wir mit einem Partner aus der Telekommunikationsbranche zusammen.
      Viele Grüße
      Lisa Schmees

      Antworten
  3. Jörg Helkamp
    21. Juli 2021

    Guten Tag,
    auf der Webseite der Stadtwerke ist Mauritz-West als aktuell geplantes Ausbaugebiet dargestellt. Wann soll es dort mit dem Ausbau losgehen?
    Viele Grüße

    Antworten
    • Lisa Schmees
      22. Juli 2021

      Guten Tag, Herr Helkamp,
      wir planen aktuell, noch im vierten Quartal 2021 mit den Bauarbeiten zu starten.
      Wenn Sie Interesse am Thema haben, sind Sie herzlich zu unserer digitalen Infoveranstaltung Ende August eingeladen. Dort informieren wir sowohl über das Vorgehen bei den Bauarbeiten als auch darüber, was zu tun ist, um beim Glasfaserausbau in Mauritz-West dabei zu sein.
      Schreiben Sie uns gern eine kurze E-Mail an glasfaseranschluss@stadtwerke-muenster.de, damit die Einladung auch sicher ankommt.
      Herzliche Grüße!

      Antworten
  4. Andreas
    1. April 2021

    Hallo Stadtwerke Ms,
    könnt ihr schon näheres zum Ausbau Start weiße Flecken im Bereich
    „auf der Laer“ sagen?

    Antworten
    • Lisa Schmees
      7. April 2021

      Hallo Andreas,
      sobald die beiden laufenden Cluster im Weiße Flecken-Förderprogramm abgeschlossen sind, geht es mit den Ausbauclustern 6 und 10 weiter – noch in der ersten Jahreshälfte.
      Im Cluster 10 liegt auch „auf der Laer“. Wann genau die Arbeiten in deiner Straße stattfinden, ist aber noch nicht abzusehen.
      Viele Grüße,
      Lisa vom Stadtwerke-Blog-Team

      Antworten
      • Andreas
        7. April 2022

        Hallo Frau Schmees,

        ich frage nochmals nach wenn das ok ist.
        Im April/21 schrieben Sie „mit den Ausbauclustern 6 und 10 weiter – noch in der ersten Jahreshälfte.“

        Wir sind jetzt 1 Jahr weiter, und Cluster 6&10 sind noch immer nicht gestartet, auch die Laufenden ersten beiden Cluster sind bisher nicht einmal als fertig gemeldet.

        Was ist da los ?

        Antworten
        • Lisa Schmees
          8. April 2022

          Hallo Andreas,

          das ist eine gute und berechtigte Nachfrage! Im vergangenen Jahr ist hinter den Kulissen viel passiert.

          Wir haben im vergangenen Jahr beim Fördergeber einige Änderungen beantragt, um den Ausbau auch gleich zukunftsfest voranbringen zu können. Das sind beispielsweise zusätzliche Rohrverbände, die wir mit verlegen und später für eventuell kommende Ausbauvorhaben nutzen können. Bis das alles bewilligt und beschieden ist, dauert es leider seine Zeit.

          Weil wir im Bau bisher nicht so schnell vorankommen, wie wir uns das wünschen, werden wir neue Verlegemethoden ausprobieren. Diese haben gegenüber dem offenen Tiefbau den Vorteil, dass pro Tag deutlich mehr Strecke geschafft werden kann.

          Es bleibt aber dabei, dass die Arbeiten in den Ausbaucluster 6 und 10 noch in diesem Jahr beginnen sollen. In den ersten beiden Clustern sind noch ein paar Restarbeiten zu erledigen, daher sind sie noch nicht 100% fertig gemeldet.

          Ich hoffe, das hilft weiter.

          Viele Grüße
          Lisa vom Stadtwerke-Blog-Team

          Antworten
  5. Jürgen Ruhoff
    9. Februar 2021

    Hallo Frau Schmees,

    laut Aussagen der citeq aus dem vorletzten Jahr und Anfang des letzten Jahres sollte der Glasfaserausbau ursprünglich in MS – Nord (Nienberge, Kinderhaus und Coerde) beginnen. Tatsächlich wurde im Süden Münsters mit dem Glasfaserausbau begonnen.
    Anwohner im Außenbereich der Steinfurter Straße wurden dann von der citeq auf das Jahr 2021/2022 als Anschlusstermin vertröstet.
    Jetzt lese ich, dass das Projekt auf 10 Jahre angelegt ist. Also wird sich der Ausbau des Glasfasernetzes im Außenbereich bis 2030 hinziehen.
    Da betroffene Endverbraucher keine neuen 2 Jahres Verträge mit max. 6000 Bit/s (!) abschließen wollen, ist es sehr interessant zu wissen, wann die Glasfaserkabel an der Steinfurter Straße verlegt und die Haushalte daran angeschlossen werden.
    MfG J. Ruhoff

    Antworten
    • Lisa Schmees
      11. Februar 2021

      Hallo Herr Ruhoff,
      wir bauen derzeit Glasfasernetze in zwei unterschiedlichen Projekten: In diesem Jahr starten wir die oben beschriebene Kooperation mit der Telekom. Mit der citeq arbeiten wir im Bundesförderprogramm Breitband zusammen, das für Glasfaseranschlüsse in den so genannten Weißen Flecken sorgt. Darüber hatte ich im Blog berichtet. Das Weiße Flecken-Programm wollen wir in 2023 abschließen und alle 2.000 Adressen auf der Liste mit der Glasfaser verbinden. 2030 wird es also nicht werden, aber etwas Geduld braucht es noch.
      Die ursprüngliche Ausbauplanung sah tatsächlich einen Start in den nördlichen Ausbauclustern vor. In der Detailplanung hat sich ergeben, dass wir in den südlichen Ausbauclustern Synergieeffekte nutzen, so dass wir zunächst dort gestartet sind.
      Mit ihrer genauen Adresse kann ich nachschauen, wann der Start in etwa geplant ist. Schreiben Sie mir gern eine kure Mail mit Ihrer Anschrift: l.schmees@stadtwerke-muenster.de
      Herzliche Grüße
      Lisa Schmees

      Antworten
    • Hans
      2. März 2021

      Uns wollen die Stadtwerke gegen Ende 2023 ans Glasfasernetz anschließen. In der Nähe soll ein Baugebiet entstehen. Vielleicht hängt das mit dessen Erschließung zusammen. Gab ein Angebot zur vorzeitigen Buchung eines Stadtwerke Glasfaser Tarifes, das deutlich verlängert wurde. Glasfaser scheint kein Selbstläufer zu sein. Die Stadtwerke sind vor über 20 Jahren mit Citykom schon einmal gescheitert. Mal sehen ob, das besser läuft. Ein Glasfasernetz ist sehr aufwendig für ein überschaubaren und zerstückelten Außenbereich.

      Antworten
      • Lisa Schmees
        2. März 2021

        Hallo Hans,
        dann wohnst du in einem so genannten „Weißen Fleck“, den wir im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband an das schnelle Internet bringen. Dieses Vorhaben läuft separat von der oben beschriebenen Kooperation und wird vom Bundesverkehrsministerium, dem Land NRW und der Stadt Münster finanziert. Darüber habe ich im Blog auch schon hier berichtet. Der Hintergrund der Förderung ist genau der, den du beschreibst: Ein Glasfasernetz im Außenbereich aufzubauen ist deutlich aufwendiger als in der Innenstadt, wo alle paar Meter ein Gebäude ans Netz angeschlossen werden kann. Im Außenbereich müssen wir richtig lange Strecken verlegen, was viel höheren Aufwand für Tiefbau und Material bedeutet.
        Viele Grüße,
        Lisa vom Stadtwerke-Blog-Team

        Antworten
  6. RA Stb Dr. Habscheidt
    2. Oktober 2020

    Wann kommt endlich ein hinreichend schnelles Internet in die Scheibenstraße. Der derzeit maximal mögliche Download beträgt derzeit 11,3 Mbit/s und der upload sagenhafte 1,3 Mbit/s. Bei solch großen „Weißen Flecken“, die ja noch in vielen anderen Straßen zu finden sind, sollte man sich doch etwas mehr anstrengen und sich nicht ständig selbstgefällig auf die Schulter klopfen.

    Antworten
    • Lisa Schmees
      5. Oktober 2020

      Sehr geehrter RA Stb Dr. Habscheidt,

      „Weiße Flecken“ definiert das Bundesförderprogramm Breitband als Gebiete, in denen kein Next-Generation-Access mit mindestens 30 Mbits/s im Downstream verfügbar ist. Dies ist in der Scheibenstraße nicht der Fall.
      Weder die Bundesnetzagentur noch die städtische citeq zählen die Scheibenstraße zu den „weißen Fleck“: breitbandmessung.de/kartenansicht

      Sollte bei Ihnen nicht die vertraglich vereinbarte Internetgeschwindigkeit ankommen, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren aktuellen Telekommunikationsanbieter oder die Bundesnetzagentur. Unter http://www.breitbandmessung.de bietet die BNetzA Verbrauchern nicht nur zahlreiche Informationen zur korrekten Breitbandmessung und auch Unterstützung, sollte die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit nicht erreicht wird.

      Die Frage nach dem Wann kann ich dir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Das Ausbauprojekt ist insgesamt auf zehn Jahre angelegt.

      Viele Grüße
      Lisa von den Stadtwerken

      Antworten
  7. Stefan
    8. September 2020

    @ StwMs

    mal eine Detail Frage zum Stadtwerke GF Netz (in den Weißen Flecken)
    Welche LWL Netztechnik wird eingesetzt zum Endkunden GPON ?
    und wenn ja wie viele Kunden teilen sich eine Faser.
    Hatte schon auf Twitter die Cteq gefragt, aber seit 4 Tagen keine Antwort.

    danke !

    Antworten
    • Lisa Schmees
      10. September 2020

      Hallo Stefan,
      ja, wir setzen in den Weißen Flecken GPON ein.
      Wie viele Kunden sich eine Faser teilen, ist von der Bebauungsstruktur abhängig. Grundsätzlich verlegen wir eine Faser bis zum Splitter und arbeiten dahinter mit Splitleveln von 1:8 bis 1:32.
      Viele Grüße,
      Lisa vom Social Media-Team der Stadtwerke

      Antworten
  8. Geistbewohner
    28. August 2020

    Und wieder keine Aussagen zum Ausbau des Geistviertels.

    Hier gilt ja auch nicht die Bundesförderung, da keine „Weiße Flecken“ bestehen. Geist gilt mit 100 Mbit Vectoring als ausreichend „Breitband ausgebaut“.

    Wann kommt die Gigabit LWL Versorgung endlich auch im Geistviertel an???

    Antworten
    • Lisa Schmees
      1. September 2020

      Hallo Geistbewohner,
      der Text enthält keine Aussagen zum Geistviertel, aber auch keine Aussagen zu anderen Quartieren in Münster.
      Das hat einfach den Hintergrund, dass wir im gemeinsamen Projekt noch nicht so weit sind, über konkrete Viertel zu sprechen.
      Ein komplett neues Versorgungsnetz für 160.000 Haushalte zu bauen, braucht seine Zeit. Deswegen ist das Ausbauprojekt auf 10 Jahre ausgelegt.
      Viele Grüße,
      Lisa vom Stadtwerke-Blog-Team

      Antworten
  9. Schmidt
    17. August 2020

    Tolle Sache und wie geht es jetzt weiter? Unten im Haus ist Glasfaser und ich habe Telekom magenta Entertainment bei 100 m bit über Kupfer! Das was ich schon politisch in der bv gesehen habe ist eingetroffen wann wird es umgesetzt ?
    Thomas Schmidt Bezirksvertretung Münster Mitte
    Antwort erbeten

    Antworten
    • Lisa Schmees
      18. August 2020

      Hallo Thomas Schmidt,
      in diesem Jahr finalisieren wir den Kooperationsvertrag und wollen in der ersten Jahreshälfte 2021 das erste gemeinsame Gebiet erschließen.
      Wir schaffen ein komplett neues Versorgungsnetz, das dauert eine Zeit. Unser Ziel ist es, in zehn Jahren rund 40.000 Gebäude anzuschließen.
      Wegen deiner persönlichen Vertragssituation wende dich bitte an meine Kolleginnen und Kollegen vom Glasfaserteam unter 694-44 88.
      Viele Grüße
      Lisa vom Social Media-Team der Stadtwerke

      Antworten
      • Thomas Schmidt
        19. November 2020

        Guten Tag, seit dem 29.7.2020 ist die Kooperation zwischen der Stadtwerke Münster und der Telekom bekannt. Eine mehr als sinnvolle Kooperation. Als Politiker, der auch damals den Ausbau der Stadtwerke in Münster immer wieder befürwortet und verteidigt hat, würde ich mich sehr dafür interessieren, auch oder gerade kommunalpolitisch, wie den die Kooperation heute 3 Monate später wirklich aussieht…
        Können genervte Telekom Kunden die an der (alten) 100 M Bit Kupfertechnik angeschlossen sind und nicht die Telekom 250 M Bit Geschwindigkeit nutzen können dies denn stellvertretend über die Stadtwerke und dann direkt über Glasfaser tun?
        Das Angebot des Telekom Magenta incl. TV Tarif ist eine sehr gute Sache… Also die schnelle stabile LWL Technik der Stadtwerke und das gute Angebot der Telekom mit Magenta und Magenta TV direkt in die Wohnung oder das Haus eine tolle Sache, wenn es denn angeboten würde…

        3 Monate hat sich offensichtlich nichts getan… auch wegen Corona?

        Mit freundlichen Grüßen
        Thomas Schmidt

        Antworten
        • Lisa Schmees
          20. November 2020

          Hallo Herr Schmidt,

          es hat sich seit Juli sehr viel getan, nur eben hinter den Kulissen. Unser gemeinsames Projekt liegt gut in der Zeit.
          Ende Juli haben wir mit der Telekom einen so genannten Letter Of Intent unterschrieben, eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit. Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, sind bei einem Vorhaben dieser Größenordnung viele komplexe Themen zu besprechen. Das braucht seine Zeit. Die Verhandlungen nähern sich nun ihrem Abschluss. Den offiziellen Kooperationsvertrag wollen wir noch 2020 unterzeichnen und informieren darüber auch öffentlich.

          Unsere Partnerschaft bezieht sich allerdings rein auf den Aufbau der Glasfaser-Infrastruktur, nicht aber auf das Kundengeschäft. Da treten Stadtwerke und Telekom als eigenständige Anbieter mit eigenen Vertragsmodellen auf. Für Endkunden bedeutet das, dass sie ihren Glasfaser-Anbieter und -Tarif frei wählen können. Auch andere Anbieter können ihre Dienste später über das von uns gemeinsam mit der Telekom aufgebaute Glasfasernetz anbieten.
          Ich verweise ergänzend auch auf unsere Pressemitteilung aus dem vergangenen Juli.

          Viele Grüße
          Lisa Schmees

          Antworten
          • Thomas Schmidt
            14. Dezember 2021

            Hallo Frau Schmees, wir sind nun ein Jahr weiter, was hat sich getan?
            Nicht soooo viel, wie ich bemerken muss. Nach wie vor nutze ich 100 M Bit über die Telekom im Magenta Vertrag. Im Keller liegt LWL und kann nicht genutzt werden, wie in sehr vielen Kellern in Münster… hat eine Menge Geld gekostet… Der Vertrag „Kooperation“ mit der Telekom ist ebenso lange her. Was hat es für tausende potenzielle Sharingkunden gebracht… nichts! Eine schnelle 250 Mbit Leitung der Stadtwerke in Verbindung mit einem Magenta TV Vertrag… DAS hätte was in 2023! Und wie sieht es da aus? Die 250 Mbit Kupfer Leitung der Telekom ist technisch eine Katastrophe, hatte ich Grottenschlecht. Für die Stadtwerke ein echtes Plus und ich wüsste, warum ich schon damals aktiv die Citykom unterstützt hatte… Wie sieht es aus?

            LG Thomas Schmidt

          • Lisa Schmees
            16. Dezember 2021

            Hallo Herr Schmidt,
            seit unserem Telefonat im vergangenen Jahr hat sich einiges getan. Das gemeinsame Projekt mit der Telekom ist planmäßig im vergangenen November in Mauritz-West gestartet. Dies ist das erste Kooperationsgebiet, in dem wir gemeinsam mit unserem Partner Telekom die Glasfaserinfrastruktur aufbauen.
            Die bisher mit unserer Glasfaser ausgestatteten Gebiete Kreuzviertel, Hansaviertel und Amelsbüren sind Netze der Stadtwerke Münster und werden in den kommenden Jahren in die Kooperation migriert. Wenn Sie die Lichtwellenleiter im Keller heute nutzen wollen, geht das mit einem Münster:Highspeed-Vertrag.
            Herzliche Grüße
            Lisa Schmees

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