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Stadtwerke-Chronik

Mehr als 100 Jahre sind eine lange Zeit, in der bei den Stadtwerken Münster - eng verknüpft mit den Geschehnissen der Stadt Münster - viel Interessantes und Spannendes passiert ist.

1901: Die Straßenbahn löst den Pferdewagen ab. Drei Linien werden eröffnet, Höchstgeschwindigkeit 15 km/h, Gesamtlänge acht Kilometer, 6-Minuten-Takt.

1901: Zusammenschluss von Gas- und Wasserwerk und dem Straßenbahnbetrieb zum Städtischen Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerk.

1902: Inbetriebnahme des Wasserturms „Geist“ als Basis für die Wasserbereitstellung in den Haushalten.

1905: Ein neuer Gasbehälter mit 15.000 Kubikmetern Fassungsvermögen entsteht am Albersloher Weg.

1906:
Das Wasserwerk Hohe Ward wird in Betrieb genommen.

1910: Das Elektrizitätswerk ist bis dahin ein reines Gleichstromwerk, das den Strom mit Gasmaschinen erzeugt. Jetzt nimmt man die ersten Dampfturbinen und Einanker-Umformer in Betrieb.

Erster Weltkrieg:

„Liebe kleine Schaffnerin“ – Frauen übernehmen in den Kriegsjahren des 1. Weltkrieges die Schaffnerdienste in Münster. Inflation - Die Weltwirtschaft bricht zusammen. Der Preis für einen Fahrschein klettert auf sage und schreibe 10 Mark.

1922: Unvorstellbar! Der gesamte Straßenbahnbetrieb muss stillgelegt werden, da man aus den roten Zahlen nicht mehr rauskommt.

1923 wird der Straßenbahnverkehr dann für neun Tage in den Monaten Juli und August versuchsweise wieder aufgenommen.

Schon im Jahre 1926 fahren Busse und Straßenbahnen in Münster im 20- und 30-Minuten-Takt.

1927: Gegen alle Bedenken wird der Straßenbahnbetrieb auf der Salzstraße für die folgenden zehn Jahre genehmigt. Die „Heulende Kurve“ zwischen Salzstraße und altem Steinweg bleibt der Münsteranern bis 1954 erhalten.

Das zerstörte Münster nach dem 2. Weltkrieg – und doch...

...Leistungen, auf die wir noch heute stolz zurückblicken: Am 13. April 1945, schon elf Tage nach der Kapitulation der Stadt Münster, wird die Stromversorgung wieder aufgenommen. Bereits Mitte April sind vier Wasserpumpwerke und der Wasserturm auf der Geist behelfsmäßig zur Versorgung bereit.


"Die Amerikaner und Engländer wollten 1947 sogar das Kraftwerk demontieren. Aber da hatten sie die Rechnung ohne uns gemacht. Es blieb stehen. Am 1. Mai 1948 fährt die Straßenbahn wieder zum Schützenhof. Was meinen Sie, wie wir aus dem Häuschen waren, als wir unsere ersten Stromrationen zugeteilt bekamen. Ausgebesserte Autobusse, und können Sie sich das vorstellen, Lastwagen, ja Sie haben richtig gehört – Lastwagen haben den Personennahverkehr bewerkstelligt."

1949: Die erste O-Buslinie mit vier O-Bussen wird eröffnet.

1951: Die Stadtwerke werden 50.

1953: Der Hafen gehört ab jetzt zu den Stadtwerken.

1953:
Die erste Stadtwerke-Dampfturbine geht in Betrieb bis 1977

  • 32 bar Dampf
  • 450 Grad Celcius
  • Dampfleistung 20 Tonnen pro Stunde
  • elektrische Leistung 3,2 MW

 

Am 25. November 1954 fährt die letzte Straßenbahn durch Münster.

1961: 60 Jahre nach der Einweihung der elektrischen Straßenbahn mit damals acht Kilometern „Linie“, gibt es in Münster 20 Buslinien mit einer Gesamtlänge von 187,5 Kilometern. 4,3 Millionen Kilometer fahren die 78 Busse und O-Busse. Sie befördern rund 24,3 Millionen Personen.

1966: Die Verwaltung aller städtischen Bäder wird für 17 Jahre den Stadtwerken übertragen. Das wiederaufgebaute Stadtbad am Zoo – heute Stadtbad Mitte – wurde bereits seit 1956 von uns verwaltet.

1967: Die Stadtwerke Münster werden zur GmbH umfirmiert.

1968: Das neue Stadtwerke-Gebäude am Albersloher Weg wird bezogen.

1972: Installation der ersten Fahrscheinautomaten.

1973: Das Wasserwerk Hornheide-Haskenau mit einer Kapazität von rund sieben Millionen Kubikmeter nimmt seinen Betrieb auf.

1977:
Fertigstellung der ersten Ausbaustufe des HKW-Hafen. Die Kapazität liegt bei 50.000 kW Strom und 120 Gcal Wärme/Stunde.

1988: Inbetriebnahme der Rauchgasreinigungsanlage (DESONOX) des Blocks 3 des HKW-Hafen.

1990: Die Stadtwerke bekommen ein neues "Kleid"; aus der Unternehmensfarbe Gelb-Orange wird Blau.

1992: Die Stadtwerke Münster beteiligen sich am Bau einer Windenergieanlage auf Borkum.

1997: Inbetriebnahme der Biomüllvergärungsanlage Coerde.

1997/98: Gründung unserer Telekommunikationstochter Citykom Münster, Gründung von mobilé - der Mobilitätsberatung von Stadt und Stadtwerken und der Energiehandels-Gesellschaft West.

1998: Einweihung des Stadtwerke-Neubaus am Hafenplatz 1.

1998: Die Märkte werden liberalisiert.

1999: Gründung unserer IT-Tochter items GmbH.

2000: Grundsteinlegung Stadthaus III.

2001: "Historischer" Busfahrerstreik zeigt, dass alles in Bewegung ist.

2002: Einweihung des "technischen Rathauses" - Stadthaus III am Albersloher Weg.

2003: Die Stadtwerke Münster erhalten als erste Stadtwerke in Deutschland und als erstes Unternehmen in Münster das Zertifikat „Arbeit Beruf + Familie" und dürfen sich „Familienfreundliches Unternehmen" nennen.

2004: Ein Erdgasröhrenspeicher (Fassungsvermögen: 260.000 Norm-Kubikmeter - 100 bar Druck) wird als Ersatz für den Gasometer am Albersloher Weg in Betrieb genommen.

2005: Einweihung des neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) am Standort des alten Kohleheizkraftwerks.

2006: Die Stadtwerke werden als "Top-Job"-Unternehmen ausgezeichnet.

2007: Der ehemalige Kohlebunker am Hafen wird als Wärmespeicheranlage genutzt.

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