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23.01.2010

Stadtwerke Nachrichten


Nach dem Frost lauert der Bruch

Stadtwerke sorgen bei Rohrbrüchen für schnelle Reparaturen

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Stadtwerke sorgen bei Rohrbrüchen für schnelle Reparaturen

Der Frost macht Lars Richter keine Sorgen. „Wenn es wieder wärmer wird, steigt die Gefahr, dass es an Rohrleitungen zu Brüchen kommt“, weiß der Abteilungsleiter
Betrieb Gas, Wasser, Fernwärme bei den Stadtwerken Münster.

Frostsicher verlegt

Die Verlegetiefe für Wasserleitungen beträgt normaler Weise einen Meter. „Der Frost zieht in der Regel nur bis maximal 20 Zentimeter in den Boden hinein“, erläutert Lars Richter. Taut der Boden nach einer Frostperiode wieder auf, kann dies zu Spannungen im Erdreich führen, die auf die in den vergangenen Jahren verlegten Kunststoffleitungen eigentlich keine Auswirkungen haben dürften.

Grauguss rostet nicht

Vielfach befinden sich allerdings noch Grauguss-Leitungen im Boden, wie sie bis vor 30 bis 40 Jahren standardisiert verlegt wurden. „Sie boten den Vorteil, dass sie nicht korrosionsanfällig waren“, verweist der Abteilungsleiter darauf, dass Rost bei diesen kein Problem darstellt. „Guss ist allerdings ein spröder Werkstoff. „Und der ist leider bruchempfindlich.“

„Dieses Problem haben wir mit den Polyethylen-Leitungen, die seit 30 Jahren verlegt werden, nicht mehr“, erklärt Lars Richter. Doch der größte Teil der Leitungen ist in den Jahren davor verlegt worden. „Deshalb gibt es auch die meisten Rohrbrüche in der Zeit von Dezember bis März.“

Wasser an der Oberfläche

Das Kennzeichen für einen Rohrbruch ist leicht auszumachen: Plötzlich dringt Wasser an die Oberfläche. Bürger, die dies feststellen, werden gebeten, sich an die Störungsstelle der Stadtwerke (694-15 22) zu wenden. „Auch unsere Busfahrer achten darauf und geben mögliche Störungen sofort an uns weiter“, lobt Richter die gute Zusammenarbeit mit Bürgern und Kollegen. Der 24-Stunden-Rufdienst sorgt dafür, dass rund um die Uhr ein Mitarbeiter sofort zur Schadensstelle herausfährt und sich ein eigenes Bild macht. Mittels eines Korellationsmessverfahrens kann schnell und präzise die genaue Bruchstelle ausgemacht werden, an der dann ein relativ kleines Kopfloch gegraben wird. Zuvor wird im direkt betroffenen Teil die Wasserzufuhr abgestellt. „Glücklicherweise verfügt Münster über ein vermaschtes Netz, so dass nicht große Gebiete in solchen Fällen auf Leitungswasser verzichten müssen, sondern nur ein eng eingegrenzter Raum“, betont Lars Richter.

Schnelles Freilegen

Und auch in diesem Netz wird der Ausfall umgehend behoben. „Die defekte Leitung wird möglichst schnell zur Reparatur freigelegt“, verweist Lars Richter auf einige Hindernisse bei der Umsetzung. „Denn über den Wasserleitungen befinden sich in der Regel die anderen Versorgungsleitungen wie Strom, Telefon oder Kabel-TV.“ Das sorge dafür, dass schweres Gerät in der Regel außen vor bleibe und von Hand ausgeschachtet werden müsse. Dafür ist der Zugriff auf elektronische Pläne wichtig, die anzeigen, welche Leitungen sich in der betroffenen Versorgungstrasse befinden. Ist die Schadensstelle freigelegt, stehen – je nach Anforderung – zwei Alternativen zur Verfügung. Entweder wird der defekte Bereich mit einer Rohrbruchschelle versehen oder ein komplettes Stück wird ausgewechselt. Die abschließenden Arbeiten werden an Tiefbauunternehmen vergeben. Deren Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Loch
wieder verfüllt wird und Bürgersteig oder Straße wieder ihren richtigen Oberflächenbelag erhalten.

Zufriedene Kunden

„Unser Ziel ist es, das Wassernetz so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen zu können“, hat Lars Richter die Bürger als zufriedene Kunden der Stadtwerke im Blick. „Im Regelfall schaffen wir dies auch innerhalb von drei bis sechs Stunden.“ Und zwar ganzjährig zu jeder Tages- und Nachtzeit.

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