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- 4:20.06.09 - Warngeruch für Gas wird umgestellt.
20.06.2009
Stadtwerke Nachrichten
Warngeruch für Gas wird umgestellt
Stadtwerke Münster: Sicherheit ausschlaggebend für Entscheidung

- Das Erdgas der Stadtwerke Münster wird ab der nächsten Woche wieder nach faulen Eiern riechen.
Das Erdgas der Stadtwerke Münster wird ab der nächsten Woche wieder nach faulen Eiern riechen. Aus technischen, vor allem aber ökologischen Gründen, hatten die Stadtwerke Ende 2007 den schwefelfreien Geruchsstoff S-free eingeführt, dessen Geruch eher an Lösungsmittel oder Klebstoff erinnert.
Nun wird der Erdgas-Warngeruch in Münster wieder auf den Odorierstoff Tetrahydrothiophen (THT) umgestellt, der dem bekannten Geruch von faulen Eiern ähnelt. Dies hat das Unternehmen nach eingehenden Beratungen, unter anderem mit der Feuerwehr Münster, beschlossen.
„In Münster hat sich S-free trotz umfassender Informationsmaßnahmen nicht bei allen als Warngeruch durchgesetzt, auch wenn umfangreiche Studien den Stoff als wirksam getestet haben und S-free zertifiziert wurde“, erläutert Dr. Norbert Ohlms, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, die Hintergründe der Entscheidung. „Da für uns die Sicherheit aber an erster Stelle steht, haben wir Rückmeldungen der Feuerwehr sehr ernst genommen und uns fachlich intensiv ausgetauscht. Für uns ist klar: Zweifel und gefühlte Unsicherheit wollen wir nicht akzeptieren und stellen nun wieder auf den bekannten Warngeruchsstoff um.“ Auch Feuerwehr-Chef Benno Fritzen begrüßt die Umstellung. „Den Geruch nach faulen Eiern hatten die Menschen nach Jahrzehnten der Nutzung in der Nase, ich bin froh, das er wieder kommt.“ Die Feuerwehr ihrerseits ist ebenfalls bestens vorbereitet: Umfangreiche Schulungen für die Einsatzkräfte von Berufs – und Freiwilliger Feuerwehr sowie die Ausstattung aller Einheiten mit Meß- oder Spürgeräten dienen der Vorbereitung auf den Einsatz „Gasausströmung“, zu dem die Feuerwehr durchschnittlich 20 mal im Jahr gerufen wird.
Wie kommt der Geruch ins Erdgas?
Was viele nicht wissen: Das Erdgas selbst ist fast geruchlos. Der eindringliche Geruch entsteht durch Zugabe einer stark reichenden Schwefelverbindung (THT) , die dem Erdgas aus Sicherheitsgründen zugeführt wird. Für die Geruchswahrnehmung reichen bereits geringste Mengen aus.
Wie der Geruchsstoff in das Gas gelangt, erläutert Lars Richter, Abteilungsleiter Betrieb Gas, Wasser, Fernwärme bei den Stadtwerken Münster: „Für Münster gibt es fünf Erdgasübergabestationen: zwei in Mecklenbeck sowie jeweils eine in Rinkerode, Walstedde und Roxel. Dort wird das Erdgas von unserem Vorlieferanten ohne Geruchsstoff an die Stadtwerke Münster übergeben, gemessen und auf einen niedrigeren Druck heruntergeregelt. Zusätzlich wird der Warngeruch über eine Impfdüse in einer Konzentration von 15 mg/m³ in das Erdgas eingeimpft. Anschließend gelangt das odorierte Erdgas über Transport- und Verteilleitungen bis zu unseren Kunden.“
Der Jahresumsatz des Warngeruchsstoffes, der in das Stadtwerke-Gasnetz gelangt, liegt bei rund sechs Tonnen pro Jahr.
Zur Sicherheit wird vier Mal im Jahr von den Experten der Stadtwerke Münster überprüft, ob der Warngeruch im gesamten Netz ankommt. An 30 prägnanten Stellen im Gasnetz wird dann kontrolliert, ob die Konzentration des Warngeruchs nicht unter 10 mg/m³ liegt. So wird sichergestellt, dass geringste undichte Stellen in den Gasleitungen der Hausanschlüsse jederzeit sofort wahrgenommen werden können.
Was tun im Ernstfall?
Was aber ist zu tun, wenn es tatsächlich im Haus nach Gas riechen sollte? Durch das Betätigen des Lichtschalters oder der Taschenlampe kann Gas entzündet werden. Also am besten Türen und Fenster öffnen und von draußen telefonieren, da auch dies in Ausnahmefällen zu Funkenflug führen kann. Erdgas ist leichter als Luft und verfliegt deshalb schnell. Bei Gasgeruch bitte nicht zögern, sondern sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 oder bei anderen Betriebsstörungen die Entstörungsstelle der Stadtwerke Münster anrufen. Diese ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0251/ 694-1522 zu erreichen – für den Fall der Fälle.
Das Team der Entstörungsstelle wird erfreulicherweise im Schnitt nur 120 mal im Jahr gerufen, und das bei mehr als 30.000 Hausanschlüssen in Münster. Vor Ort sind es dann äußerst selten ernsthafte Probleme, so dass nur in wenigen Fällen wirklich eine Störung vorlag.
Grund hierfür ist sicher auch die gute Wartung des Gasnetzes. Denn das komplette Münsteraner Erdgasnetz von 856 Kilometern wird alle vier Jahre von den Experten der Stadtwerke auf Herz und Nieren geprüft
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Die aktuelle Ausgabe:
Geschäftsbericht 2008
Termine
24. Juni, 9 bis 12 Uhr:
Beratungstermin: „Münster: natürlich – das Öko-Strompaket mit Heimvorteil“ Kundenzentrum des Stadthauses 3, Bereich Umwelt, Albersloher Weg 33, 48155 Münster
1. Juni, 9 bis 12 Uhr:
Beratungstermin: „Thermokonzept – Mit Transparenz auf Sparkurs“ Kundenzentrum des Stadthauses 3, Bereich Umwelt, Albersloher Weg 33, 48155 Münster
8. Juli, 9 bis 12 Uhr:
Beratungstermin: „Jahresabrechnung der Stadtwerke leicht gemacht –wo finde ich was?“ Kundenzentrum des Stadthauses 3, Bereich Umwelt, Albersloher Weg 33, 48155 Münster
15. Juli, 9 bis 12 Uhr:
Beratungstermin: „Kostenlose Dienstleistungsangebote der Stadtwerke“ Kundenzentrum des Stadthauses 3, Bereich Umwelt, Albersloher Weg 33, 48155 Münster
Sprechzeiten der Energie- Schuldnerberatung:
Dienstags 8 bis 17 Uhr, mittwochs 8 bis 13 Uhr sowie freitags 8 bis 14 Uhr Kunden-Center Hafenplatz 1, 48155 Münster oder telefonisch unter 0251.694.2297
10.-13. und 16.-19. September
Stadtwerke Münster und Theater Titanick setzen Münster „Unter Strom“ - Open-Air-Spektakel auf dem Hafenplatz, jeweils 20.30 bis 22 Uhr, Eintrittskarten gibt es bei: „Münster Information
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