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07.02.2009
Stadtwerke Nachrichten
Stadtwerke Münster - bedeutender Wirtschaftsfaktor der Stadt
Interview mit der Kämmerin Helga Bickeböller zum Wert des Tochterunternehmens

- Helga Bickeböller ist seit 1999 Kämmerin der Stadt Münster
Wie unterstützen die Stadtwerke aus Ihrer Sicht die Stadt Münster?
Bickeböller: Die Stadtwerke erbringen Leistungen, die ansonsten durch die Stadt selbst zu erbringen wären. An erster Stelle sei hier der öffentliche Personennahverkehr genannt. Hier sind die Stadtwerke sehr gut aufgestellt – auch im Vergleich mit anderen Dienstleistern in diesem Bereich. Natürlich darf ich als Kämmerin auch nicht den finanziellen Beitrag der Stadtwerke für die Stadt vernachlässigen: So leisteten die Stadtwerke für den Haushalt 2007 einen saldierten Finanzierungsbeitrag für die Stadt Münster von fast 23 Millionen Euro. Die Leistung der Stadtwerke ist damit in der Tat ein erheblicher Ertragsposten in der städtischen Ergebnisrechnung. Und ganz aktuell setzen die Stadtwerke beim städtischen Konjunkturstützungsprogramm sinnvolle Maßnahmen in den Bereichen energetische Optimierung und Umweltschutz um.
Welchen Stellenwert haben die Stadtwerke für die Stadt Münster?
Bickeböller: Die Stadtwerke Münster sind ein Dienstleister für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Sie versorgen Münster seit über 100 Jahren mit Strom, Gas und Wasser, befördern jährlich über 32 Millionen Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr und bauen stetig ihr Fernwärmenetz aus. So kommen nahezu alle Bürgerinnen und Bürger mit den Stadtwerken in Kontakt. Auch sind sie wichtiger Auftraggeber für die örtliche und regionale Wirtschaft. Und nicht zuletzt sind die Stadtwerke das größte städtische Unternehmen.
Wo sehen Sie die Stärken des Unternehmens?
Bickeböller: Die Stärken des Unternehmens sehe ich im breiten Dienstleistungsspektrum. Die Stadtwerke sind ein modern ausgerichtetes Unternehmen, das mit innovativer Technik umweltfreundliche Dienstleistungen erbringt. Außerdem schaffen die Stadtwerke durch die umweltfreundliche Eigenerzeugung von Strom und Fernwärme ein Stück Versorgungssicherheit und sind mit fast 1000 Beschäftigten und 38 Ausbildungsplätzen ein wichtiger Arbeitgeber in Münster. Durch die Auftragsvergaben an die lokale Wirtschaft werden indirekt weitere Arbeitsplätze in der Stadt und der Region gesichert.
Wie beurteilen Sie als Kämmerin die verschärften Bedingungen, mit denen sich die Stadtwerke Münster zurzeit auseinandersetzen?
Bickeböller: Die Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen schreibt vor, dass Daseinsvorsorge wie Strom, Gas, Wasser oder öffentlicher Personennahverkehr nur dann durch öffentliche Dienstleister erbracht werden soll, wenn ein dringender öffentlicher Zweck vorliegt. Auch den gesetzlichen Regulierungen müssen sich die Stadtwerke wie die anderen Unternehmen im Markt stellen, wobei einzelne Regulierungsmaßnahmen durchaus belastend sind für die Stadtwerke. Ich denke hier zum Beispiel an die so genannte Anreizreizregulierung, bei der den Stadtwerken durch die Bundesnetzagentur Erlösobergrenzen vorgegeben werden.
Aktuelles: Flechtheimspeicher
Der unter Denkmalschutz stehende Flechtheimspeicher der Stadtwerke Münster ist ein markantes historisches Gebäude am Hafen und prägt den Charme dieses Viertels mit. Der Umbau soll den Speicher vor dem langsamen Verfall bewahren. Langfristig setzt die Erhaltung deshalb eine neue Nutzung voraus. Nach einem Architektenwettbewerb im Jahr 2007 steht fest: Diese Nutzung ist entweder der Umbau zum Hotel oder eine Kombination aus Büro- und Archivnutzung.
Bildergalerie
>> zum kompletten Artikel in den aktuellen Stadtwerke Nachrichten (PDF)
Der neue technische Geschäftsführer
Der Nachfolger von Dr. Norbert Ohlms steht - wenn der Rat der Stadt Münster zustimmt - fest. Dr. Andreas Hoffknecht (38) hat die Findungskommission überzeugt und wird spätestens im Dezember 2009 die technischen Belange und Bereiche der Stadtwerke Münster steuern. Zur Zeit ist Dr. Hoffknecht Geschäftsbereichtsleiter Technik Energie-Wasser-Abwasser bei den Stadtwerken Osnabrück. Zurvor hat er in leitender Funktion sowohl bei einem großen Energieversorger als auch in einem renommierten Beratungsunternehmen gearbeitet. Dr. Hoffknecht ist Doktor der Naturwissenschaften, verheiratet und hat drei Kinder.
Stadtwerke-Investitionen fördern lokale Wirtschaft
Die Stadtwerke Münster sind aktiver Partner des lokalen Konjunkturprogramms
Mit über zwei Millionen Euro investieren die Stadtwerke in diesem und im nächsten Jahr in die Wirtschaft vor Ort. Als eine der großen städtischen Töchter ist das Energie- und Verkehrsunternehmen damit fester Bestandteil des Konjunkturprogramms für Münster. „Das Programm enthält sofort realisierbare Maßnahmen, die in der Rezession für die lokale und regionale Wirtschaft und ihre Beschäftigten unmittelbar Wirkung zeitigen”, sagt Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann.
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Termine
18. Februar, 9 bis 12 Uhr:
Beratungstermin: Wärmeversorgung in den Baugebieten Albachten, Amelsbüren und Roxel
25. Februar, 9 bis 12 Uhr:
Beratungstermin: Verleih eines Strommessgerätes – mit dem kostenlosen Service Stromfressern auf die Schliche kommen
oben genannte Termine finden statt im: Kundenzentrum des Stadthauses 3, Bereich Umwelt, Am Albersloher Weg 33.
Sprechzeiten der Energie-Schuldnerberatung:
dienstags 8 bis 17 Uhr, mittwochs 8 bis 13 Uhr sowie freitags 8 bis 14 Uhr, Fon 0251.694.2297 Kunden-Center Hafenplatz 1, 48155 Münster




















