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06.02.2010

Stadtwerke Nachrichten


Alle 20 Sekunden eine Meldung

Bus-Kunden erhalten an FIS-Säulen möglichst genaue Abfahrzeiten

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Dank der modernen Säulen erfahren die Buskunden in Münster möglichst genau, wann mit der Abfahrt des gewünschten Busses zu rechnen ist.

Es ist ein Service, wie er eigentlich nur in Großstädten bei U-, S- oder Stadtbahnsystemen zum Einsatz kommt: Auf den Displays des Fahrgastinfomationssystems (FIS) können die Busnutzer in Münster sehen, in wieviel Minuten die Busse der jeweiligen Linien, an der mit der modernen Technik ausgestatteten Haltestelle, abfahren werden. Das spart den Blick auf die Fahrplantabellen, die es natürlich auch noch gibt. „Bei schienengebundenen Systemen gibt es Leitungen, die direkt unter oder neben dem Fahrzeug installiert werden können“, verweist Schulte auf die Technik, die in anderen Städten zum Einsatz kommt. „Doch bei Bussen ist das natürlich nicht machbar.“

Daten werden analysiert

Wie kommt also die Information, wann der Bus die Haltestelle wahrscheinlich erreichen wird, auf die Anzeigetafel? Alle 20 Sekunden senden die Busse über Funk ein Signal aus, das die Position an einen Zentralcomputer bei der Leitstelle an der Rösnerstraße im Gewerbegebiet Loddenheide meldet. Dort werden die Informationen – in Spitzenzeiten laufen die Daten von 160 Bussen zeitgleich ein – verarbeitet und über DSL-Leitungen an die FIS-Tafeln geleitet.

Den Fahrplan stets im Blick

In den Bussen ist dafür das rechnergesteuerte Betriebsleitsystem (RBL) zuständig, auf dem auch die Fahrer gegebenenfalls Verspätungen angezeigt bekommen. Fläche als Herausforderung „Als eine kleine bis mittlere Großstadt hat Münster mit einer Fläche von 303 Quadratkilometern ungefähr die Größe
des Stadtgebietes von München und ist größer als Frankfurt am Main“, erklärt Reinhard Schulte, Leiter des Nahverkehrsmanagements bei den Stadtwerken. „Bis auf die wenigen Eisenbahn-Haltepunkte konzentriert sich bei uns der öffentliche Personennahverkehr aber ausschließlich auf den Bus mit seinem großen, aber trotzdem engmaschigen Liniennetz.“ Die große Fläche mit den einzelnen Stadtteilen sorgt im ÖPNV für besondere Herausforderungen.

Zehn neue Tafeln in 2010

Mit den FIS-Säulen, von denen seit dem Start im Jahr 2003 bis heute 48 im Stadtgebiet installiert wurden – in diesem Jahr werden im Spätsommer zehn weitere installiert – wird ein Service angeboten, der ein Alleinstellungsmerkmal
darstellt. Und das spiegelt sich auch in der Technik wieder.

Andere Technik bei Partnern

Anders ist das mit den Bussen der Partnerunternehmen. Rund 15 Prozent des Verkehrs in Münster wird durch die Westfalenbus, die RVM und die Firma Weilke abgewickelt. „Diese Busse verfügen nicht über unser System“, erläutert Schulte. Doch auch sie liefern Informationen. Sie senden an den Ampeln Signale, die die
Fahrtberechtigung schalten. „Von den rund 290 Ampeln in Münster bieten rund 50 Prozent diese Möglichkeit“, weiß Schulte.

Zeiten aus dem Fahrplan

Die Funkdaten werden von einer Antenne auf dem Stadtwerkegebäude am Hafenplatz empfangen und ebenfalls vom FIS-Rechner verarbeitet. „Allerdings
erhalten wir dadurch viel seltener Informationen und die Berechnungen sind
leider ungenauer.“ Damit ist keine Echtzeit-Darstellung möglich.

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