Kfz-Mechatronik

■ ■ ■ War es schwer für Sie, eine Ausbildungsstelle zu finden?

Laura Molitor: Nein, das war es für mich nicht. Ich habe – glaube ich – nur acht Bewerbungen geschrieben und hatte nach vier Vorstellungsgesprächen zwei Zusagen.

Warum haben Sie sich für die Stadtwerke Münster als Ausbildungsunternehmen entschieden?

Laura Molitor: Ich hörte von mehreren Leuten, dass die Stadtwerke gut ausbilden. Ich dachte aber auch darüber nach, wo ich am besten meine Ausbildung mache. Und bei den Stadtwerken habe ich durch die Busse einfach die Vielseitigkeit gesehen.

Sie haben sich mit dem Kfz-Mechatroniker für einen Beruf entschieden, für den sich doch eher Männer interessieren. Was reizt Sie an diesem Beruf?

Laura Molitor:
Ja ganz klar, der Beruf des Kfz-Mechatronikers ist eher ein Männerberuf. Aber ich weiß, dass eine Frau das genauso gut kann wie ein Mann. Ich habe schon als Kind alles auseinandergenommen und wusste früh, dass ich einen technischen Beruf erlernen mächte. Ich finde einfach, die Männerwelt sollte so langsam mal erkennen, dass Frauen „ihre“ Berufe genauso ausüben können. An der Kfz- Mechatronik reizt mich einfach alles, bei den Stadtwerken noch einmal besonders, weil ich das Ganze durch die Busse ein paar Nummern größer habe.

Sie sind jetzt im 3. Ausbildungsjahr. Was gefällt Ihnen an der Ausbildung bei den Stadtwerken am besten?

Laura Molitor: Mir gefällt die Abwechslung im Beruf: Wir Azubis wechseln in der Werkstatt alle drei Monate die Abteilung und lernen somit die Bus-, Pkw-, Karosserie- und Elektro-Abteilung kennen, was bei manchen aus meiner Berufsschulklasse nicht der Fall ist.

Haben Sie Verbesserungsvorschläge?

Laura Molitor: Eigentlich habe ich keine Verbesserungsvorschläge – außer vielleicht, dass wir Azubis im dritten und vierten Lehrjahr in der Werkstatt in den Sommermonaten um 7 Uhr anstatt um 8 Uhr anfangen, damit wir auch noch ein bisschen mehr von dem schönen Wetter genießen können. Aber das habe ich als Jugend- und Auszubildendenvertreterin schon in Arbeit.

Genau: Sie sind Mitglied in der Jugend und Auszubildendenvertretung (JAV). Was hat Sie zu diesem Engagement motiviert?

Laura Molitor: Motiviert hat mich dazu die Arbeit, die die vorherige JAV geleistet hat. Die haben ihren Job echt gut gemacht und ich wollte und will – wenn ich im November wiedergewählt werde – das weiterführen. Es war so, dass die Azubis im Mutterhaus am Hafenplatz 1 die JAV immer im Haus hatten. Nur wir im Verkehrsbetrieb hatten das nicht, und das wollte ich ändern. Ich bin den ganzen Tag in der Werkstatt und da macht es mir auch Spaß, ab und zu einmal im Büro zu sitzen, um zum Beispiel unser alljährliches Azubi-Bowling zu planen. Ich setze mich gerne für meine Ausbildungskolleginnen und -kollegen ein und bisher hat es auch fast immer geklappt.

Kontakt

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Laura Molitor, Kfz-Mechatronikerin im 3. Ausbildungsjahr, Mitglied in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), 20 Jahre alt

Zahlen und Fakten

In neun Berufen bilden die Stadtwerke Münster aus:

  • Anlagenmechaniker (6),
  • Betriebswirtin (3),
  • Elektroniker für Betriebstechnik (4),
  • Elektroniker für Gebäudetechnik (4),
  • Industriekauffrau (7),
  • Industriekaufmann (1),
  • Kaufmann für Bürokommunikation (1),
  • Kfz-Mechatroniker (8),
  • Kfz-Mechatronikerin (1),
  • Mechatroniker (2),
  • Wirtschaftsingenieur (1).

27 junge Männer und 11 junge Frauen (Stand Januar 2008) lassen sich bei den Stadtwerken ausbilden.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Kleideiter
Telefon: 0251.694.1617

personal.service@
stadtwerke-muenster.de